China Im Doppelpack: Taifun «Megi» und Zyklon «Giri»

Peking/Rangun. Zwei tropische Wirbelstürme sind am Wochenende über China und Birma hereingebrochen: Taifun «Megi» hat am Samstag China erreicht und ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde durch die Südostprovinz Fujian gefegt.
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Peking/Rangun. Zwei tropische Wirbelstürme sind am Wochenende über China und Birma hereingebrochen: Taifun «Megi» hat am Samstag China erreicht und ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde durch die Südostprovinz Fujian gefegt.

Mehr als 270 000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Der Flugverkehr in der Region kam zum Erliegen, auch Straßen waren beeinträchtigt.

Mancherorts standen Äcker unter Wasser, an der Küste wurden Fischerboote beschädigt. Nachdem «Megi» das südchinesische Meer überquert hatte, war der Taifun vor wenigen Tagen langsamer geworden. Auf den Philippinen hatte «Megi» zuvor mindestens 26 Menschen in den Tod gerissen, auch in Taiwan starben mindestens 13 Menschen.

Unterdessen brach der Zyklon «Giri» über die Westküste von Birma herein und ließ Erinnerungen an den katastrophalen Zyklon «Nargis» aus dem Jahr 2008 wach werden. «Giri» zerstörte nach Angaben des Roten Kreuzes zahlreiche Häuser und Teile der Infrastruktur. Über das Ausmaß der Schäden gab es keine genauen Angaben. Die Staatsmedien der birmanischen Militärjunta schwiegen sich am Sonntag aus.

Der Zyklon hatte mit Windgeschwindigkeiten von 160 Kilometern in der Stunde das Meer meterhoch aufgepeitscht und am Freitag und Samstag Flutwellen ausgelöst. Im der Einfallschneise im Bundesstaat Rakhine leben nach Angaben der Föderation der Rotkreuzgesellschaften 1,4 Millionen Menschen, 24 000 davon nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Im Mai 2008 hatte Zyklon «Nargis» weiter östlich das Irrawaddy-Delta verwüstet und bis zu 140 000 Menschen in den Tod gerissen.

Die Föderation der Rotkreuzgesellschaften verstärkte die Teams in Birma. «Es gibt wenig eindeutige Informationen über die Zahl der Opfer und Schäden, aber die lokalen Büros der Rotkreuzgesellschaft Birma sagen, dass vor allem Nahrungsmittel, Wasser und Zelte gebraucht werden», teilte die Föderation mit. (dpa)

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