Bericht der "Süddeutschen Zeitung"

Insektengift Fipronil in Eierlikör und Backwaren

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist das Gift Fipronil über verseuchte Eier in Eierlikör und Backwaren gelangt. Einen Rückruf oder Kundeninformationen gab es jedoch nicht.
10.10.2017, 10:43
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Insektengift Fipronil in Eierlikör und Backwaren

Der Fipronil-Skandal ist offenbar noch nicht vorbei. (Archivbild)

dpa

Der Fipronil-Skandal nimmt eine neue Dimension an: Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist das Insektengift über verseuchte Eier in die Lebensmittelindustrie gelangt. Die Zeitung beruft sich auf Aussagen der Bundesregierung. Diese spreche von mehr als 100 Funden in knapp 500 Proben.

Im August hatten die Behörden einen großen Rückruf für Eier gestartet, da diese mit Fipronil belastet waren. Das Gift gelangte über Desinfektionsmittel in die Hühnerställe. Nachdem der Skandal bekannt wurde, starteten die Behörden einen Test bei eierhaltigen Lebensmitteln wie Backwaren, getrocknetes Ei, Eierlikör und Eiersalat.

Das Zwischenergebnis dieser Auswertung, das bereits mehr als die Hälfte der Ergebnisse beinhaltet, liegt der "Süddeutschen Zeitung" vor. Es zeigt: In 103 der untersuchten Proben seien Rückstände von Fipronil gefunden worden. 25 davon lagen "über dem einschlägigen Rückstandhöchstgehalt". Mehr als 20 Prozent der Proben waren demnach auffällig.

Einen Rückruf wollte das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz jedoch nicht starten. Die Unternehmen konnten stattdessen die Ware selbst aus dem Sortiment nehmen, heißt es in dem Bericht weiter. Kunden, die die Produkte gekauft hatten, seien nicht informiert worden. (ech)

Lesen Sie auch

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+