Fußball-Europameisterschaft

Italien ist Gruppensieger - UEFA prüft Neuers Kapitänsbinde

Die DFB-Auswahl darf am Sonntag die Füße hochlegen. Nur der Bundestrainer beschäftigt sich schon intensiv mit dem Gruppenfinale gegen Ungarn. Die UEFA prüft Neuers Regenbogen-Kapitänsbinde.
20.06.2021, 20:49
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Von dpa

Berlin (dpa) - Die italienische Fußball-Nationalmannschaft hat sich als Gruppensieger für das Achtelfinale der Fußball-EM qualifiziert. Die Auswahl von Nationaltrainer Roberto Mancini gewann am Sonntag mit 1:0 (1:0) gegen Wales, das sich als Gruppenzweiter dennoch für die K.o.-Runde qualifizierte.

Die Schweiz kann nach dem 3:1 (2:0) gegen den Gruppenletzten Türkei auf den Sprung ins Achtelfinale als einer der vier besten Gruppendritten hoffen.

Das deutsche Nationalteam genoss nach dem überzeugenden 4:2-Sieg gegen Titelverteidiger Portugal einen entspannten Tag der Pflege und Erholung im Teamquartier in Herzogenaurach. Nur Bundestrainer Joachim Löw hielt am Sonntag die Spannung hoch und beschäftigte sich bereits mit dem EM-Gruppenfinale gegen Ungarn. Zudem erreichte den Deutschen Fußball-Bund die Nachricht, dass die UEFA prüft, ob Nationaltorwart Manuel Neuer seine Regenbogen-Kapitänsbinde weiter tragen darf.

«Die Regularien besagen, dass die offiziell von der UEFA bereitgestellte Binde getragen werden muss», teilte der Deutsche Fußball-Bund am Sonntagabend mit und verwies aber darauf, dass der Juni «auch im Sport im Zeichen von "Pride"» stehe, «um sich für mehr Vielfalt stark zu machen». Daran beteilige sich auch der DFB. Zuvor hatte RTL/ntv.de über ein UEFA-Verfahren wegen der Kapitänsbinde berichtet. Der Dachverband äußerte sich zunächst nicht.

Löw sagte mit Blick auf die Partie gegen Ungarn am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in München: «Es gibt ja keine Tage, an denen man völlig runterfährt als Trainer. Natürlich gibt so ein Erfolg eine gewisse Stärkung. Wir haben es selber in der Hand. Jetzt müssen wir gegen Ungarn nachlegen.» Ein Punkt reicht sicher für die K.o.-Runde, ein Sieg könnte noch Platz eins in der Hammergruppe F bringen.

Wegen «möglicher diskriminierender Vorfälle» leitete die Europäische Fußball-Union (UEFA) auch in Bezug auf die beiden EM-Spiele Ungarns gegen Portugal am 15. Juni (0:3) und gegen Frankreich am 19. Juni (1:1) Ermittlungen ein. Französische Spieler waren am Samstag von einigen Fans teils wüst und rassistisch beschimpft worden. Nach dem ersten Gruppenspiel in Budapest soll auch Ronaldo laut portugiesischer Medien von manchen Zuschauern übel angefeindet worden sein.

© dpa-infocom, dpa:210620-99-74135/3

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