Kommentar über Rückkehr ins Berufsleben Keine Auszeit

Frauen mit Kindern werden in der Berufswelt benachteiligt. Gerade deswegen braucht es Projekte, die ihnen beim Wiedereinstieg in den Job helfen, findet Redakteurin Lisa Boekhoff.
23.01.2017, 00:00
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Keine Auszeit
Von Lisa Schröder

Frauen mit Kindern werden in der Berufswelt benachteiligt. Gerade deswegen braucht es Projekte, die ihnen beim Wiedereinstieg in den Job helfen, findet Redakteurin Lisa Boekhoff.

Wer aus dem Beruf ausgestiegen ist, um sich um die Familie zu kümmern, sollte dafür nicht bestraft werden. Die Kinder zu betreuen oder einen Angehörigen zu pflegen ist eine wichtige Aufgabe. Sie kostet Kraft – und schließlich Mut, vom perfekten Lebenslauf abzuweichen. Von einer Auszeit kann da keine Rede sein. Die Familienzeit ist kein verlängertes Sabbatjahr. In vielen Köpfen ist das aber nicht angekommen. Die Realität sieht deshalb anders aus: Aussteiger haben es nicht leicht.

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Oft sind es Frauen, die sich für die Familie und gegen den Beruf entscheiden. Vielleicht auch, weil es sonst keine Alternativen gibt, denn an Betreuungsplätzen für Kinder mangelt es. Der Weg zurück in den Job fällt ihnen dann aus mehreren Gründen schwer. Ihr Selbst-bewusstsein leidet zum einen, weil die Gesellschaft ihre Leistung nicht genug anerkennt. Außerdem werden Frauen mit Kindern benachteiligt. Sie müssen sich in Vorstellungsgesprächen im Gegensatz zu Männern beispielsweise fragen lassen, wie ihre Kinder denn betreut seien. Solange das so ist, braucht es Projekte, die den Frauen bei ihrem Wiedereinstieg helfen. Langfristig muss sich aber in den Köpfen etwas ändern.

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