Kreissparkasse Verden Keine Spur von Krise

Verden. Regionale Verwurzelung als Erfolgsmodell: Die Kreissparkasse Verden hat erneut ein zufriedenstellendes Jahr hinter sich, hieß es jetzt auf der Bilanzpressekonferenz.
23.02.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Johannes Heeg

Verden. Regionale Verwurzelung als Erfolgsmodell: Die Kreissparkasse Verden hat erneut ein zufriedenstellendes Jahr hinter sich, hieß es jetzt auf der Bilanzpressekonferenz.

Eurokrise, Bankenkrise, Staatsschuldenkrise – das scheint alles weit weg zu sein für die Kreissparkasse Verden, die zufrieden aufs vergangene Geschäftsjahr zurückblickt. Die Bilanzsumme sei erneut gestiegen, auf nunmehr 2,3 Milliarden Euro, wie der Vorstand jetzt bekannt gab. Die Zahl der Mitarbeiter – 543 an 29 Standorten – sei stabil geblieben, und das Institut zahle reichlich Steuern – 3,7 Millionen Euro an Körperschaftssteuer und 3,1 Millionen Euro an Gewerbesteuer. 49 Auszubildende würden derzeit beschäftigt, 15 neue würden in diesem Jahr eingestellt.

Was die Kreissparkasse so erfolgreich mache, sei ihre regionale Verwurzelung. "Dies macht unser Institut zu einem stabilisierenden Wirtschaftsfaktor im Landkreis – sowohl als bedeutendster Finanzierer des Mittelstandes, als Steuerzahler und Arbeitgeber sowie als Auftraggeber für ortsansässige Firmen", sagte die Vorstandsvorsitzende Silke Korthals bei der Bilanzpressekonferenz.

Das Kreditvolumen der Kreissparkasse Verden erhöhte sich 2012 um 1,8 Prozent oder 35,4 Millionen Euro auf 2,04 Milliarden Euro. Bei den zugesagten Darlehen von insgesamt 270 Millionen Euro sei der Löwenanteil mit 161,7 Millionen Euro an Unternehmen vergeben worden. "Damit kann von der allseits zitierten Kreditklemme keine Rede sein", betonte Silke Korthals. Die Firmenkunden, die der Sparkasse das Vertrauen geschenkt haben, hätten deren Position als "bedeutendster Finanzierer des Mittelstandes im Landkreis Verden gefestigt".

Das verliehene Geld stammt hauptsächlich von den Einlagen der Kunden – Sparbücher, Sparbriefe, Tagesgeldkonten. Trotz niedriger Zinsen seien die Kundeneinlagen um 52,4 Millionen auf 1,7 Milliarden Euro gewachsen. Die Sparkasse verfüge über eine Liquiditätsreserve in Höhe von rund 400 Millionen Euro, sagte Vorstand Matthias Knak. Da sich die Sparzinsen derzeit unterhalb der Inflationsrate bewegen, schrumpft das Kapital der Sparer zur Zeit also. "Auch wenn es Anbieter gibt, die, zumindest auf den ersten Blick, zum Teil höhere Zinsen zahlen, schenken die Kunden uns das Vertrauen. Damit bestätigen sie, dass die Sparkasse nach wie vor für Sicherheit und Stabilität steht", freute sich Silke Korthals.

Auch wenn der ausgewiesene Bilanzgewinn von 2,3 Millionen Euro nicht sehr hoch erscheine, stehe die Kreissparkasse Verden bestens da: "Vom Betriebsergebnis her stehen wir auf Platz drei aller 46 niedersächsischen Sparkassen", so Korthals. Die Eigenkapitalquote sei schon jetzt so hoch, dass das Kreditinstitut auch künftigen, strengeren Anforderungen der EU gerecht werde.

Das Kapital der Sparkassenstiftung sei um weitere 500000 auf nunmehr acht Millionen Euro erhöht worden. Mit den Erträgen dieses Kapitals werden im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse Verden gemeinnützige Projekte unter anderem mit den Schwerpunkten Kunst und Kultur, Natur- und Umweltschutz, Jugend- und Breitensport sowie Wissenschaft und Forschung gefördert. Seit Gründung der Stiftung 1995 seien 404 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Millionen Euro unterstützt worden. Allein 2012 seien 300000 Euro zugesagt worden, so Korthals.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+