Sozialausschuss befürwortet Pläne der Lebenshilfe / Start für August geplant Kindergarten im Stadtwald

Die Lebenshilfe möchte auf dem Gelände der Stadtwaldfarm einen Waldkindergarten einrichten. Ein Plan, der am Donnerstagabend im Ausschuss für Sport, Jugend und Soziales einhellig befürwortet wurde.
23.02.2013, 05:00
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Kindergarten im Stadtwald
Von Heinz-Peter Petrat

Die Lebenshilfe möchte auf dem Gelände der Stadtwaldfarm einen Waldkindergarten einrichten. Ein Plan, der am Donnerstagabend im Ausschuss für Sport, Jugend und Soziales einhellig befürwortet wurde.

Verden. Statt des ursprünglich geplanten Sprachheilkindergartens, den die Lebenshilfe im Landkreis Verden eigentlich bei der Stadtwaldfarm bauen wollte, soll es nun ein Waldkindergarten werden. Bau- und Betriebskosten für den zunächst vorgesehenen Kindergarten seien zu hoch, außerdem gebe es für eine solche Kita derzeit keinen Bedarf, so die Lebenshilfe. Sie änderte ihre Pläne, reichte am 7. Februar bei der Stadt den Antrag auf den Bau eines Waldkindergartens ein – und schon zwei Wochen später stand das Thema auf der Tagesordnung des Fachausschusses.

Dessen Mitglieder hatten in der Kürze zwar kaum Zeit, sich ausführlich damit zu befassen, und einige Detailfragen müssen noch geklärt werden, aber generell sind alle dafür. Karin Hanschmann: "Eine tolle Idee. Die SPD unterstützt den Plan auf jeden Fall." Ähnlich positiv äußerten sich Anja König für die CDU ("Wir begrüßen das zusätzliche Angebot in der Verdener Kita-Landschaft") und Ulla Schobert für die Grünen ("Schön, dass es dann auch einen Waldkindergarten in Verden gibt").

"Die aktuelle Situation hat uns eingeholt", sagte Hans-Jürgen Bohling, Fachbereichsleiter für Bildung und Kultur in der Verdener Stadtverwaltung, zu der Planänderung. Es gebe genügend Kita-Plätze, da mache es keinen Sinn, einen weiteren Regelkindergarten einzurichten. Ein Waldkindergarten dagegen wäre für Verden ein neues Angebot – und auch finanziell deutlich günstiger.

Für Bau und Einrichtung der 36 Quadratmeter großen, beheizbaren Schutzhütte würde die Stadt einen Investitionskostenzuschuss von 16500 Euro zahlen. Der Zuschuss für die Betriebskosten würde jährlich bei rund 70000 Euro liegen.

15 Jungen und Mädchen sollen in dem Waldkindergarten betreut werden. Durch den kontinuierlichen Aufenthalt im Wald sollen sie "eine hohe Sensibilität für die Natur sowie Vertrautheit mit Pflanzen, Tieren, Erde und Wasser" entwickeln, schreibt die Lebenshilfe in ihrem Konzept.

Beabsichtigt ist, den Waldkindergarten mit Beginn des kommenden Kindergartenjahres am 1. August zu eröffnen. Ebenfalls in diesem Sommer will dann nach holprigem Start auch das sozialpädagogische Projekt "Stadtwaldfarm" loslegen. Im Alltag der Stadtwaldfarm sollen die Jungen und Mädchen des Waldkindergartens Wissenswertes über Tiere und deren Haltung lernen, indem sie in die Verantwortung für die Tiere eingebunden werden.

Obwohl die Werbetrommel für den geplanten Waldkindergarten bisher noch gar nicht gerührt wurde, liegen bereits fünf Anmeldungen vor. Lebenshilfe-Geschäftsführer Jürgen Doldasinski ist davon überzeugt, dass es genügend Interessenten geben wird, sobald die Einrichtung des Kindergartens beschlossene Sache ist. Um sicher zu gehen, baute der Ausschuss aber eine kleine Notbremse ein: Wenigstens zehn Anmeldungen sollen zum Start vorliegen. Anja König: "Schließlich stecken wir da Steuergelder rein."

Die endgültige Entscheidung trifft der Verwaltungsausschuss bei seiner Sitzung am 5. März.

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