Nach Post bei Facebook #kinderschokolade: Gegenwind für Pegida

Der Hashtag #kinderschokolade ist am Mittwoch zeitweise das meistgenutzte Stichwort. Das Netz empört sich über einen Facebook-Post von Pegida - und wird dabei kreativ.
25.05.2016, 11:19
Lesedauer: 3 Min
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Der Hashtag #kinderschokolade ist am Mittwoch zeitweise das meistgenutzte Stichwort. Das Netz empört sich über einen Facebook-Post von Pegida - und wird dabei kreativ.

Zur Fußball-Europameisterschaft, die am 10. Juni beginnt, hat der Schokoladenhersteller Ferrero eine Sonderedition seiner Kinderschokolade auf den Markt gebracht. Darauf zu sehen: Kinderfotos von den Nationalspielern. Ob Mario Götze oder Christoph Kramer, Jérôme Boateng oder Ilkay Gündogan. Doch die Fotos von Boateng und Gündogan, deutsche Nationalspieler mit ghanaischen und türkischen Wurzeln, haben bei einem Pegida-Ableger aus Baden-Württemberg für Empörung gesorgt. Zumindest wird in einem Post vom 19. Mai die Gestaltung der Verpackung kritisiert.

Fast 300 Mal ist der Post inzwischen geteilt worden, begleitet von deftiger Kritik der Pegida-Anhänger an Ferrero. Einige sprechen davon, sich keine Kinderschokolade mehr kaufen zu wollen. „Die versuchen einem echt die Scheisse als normal unterzujubeln, armes Deutschland“, schreibt ein anderer User in den Kommentaren des Facebook-Posts.

Auf seiner offiziellen Facebook-Seite von Kinderschokolade distanziert sich Ferrero von diesen Anfeindungen. "Wir von Ferrero möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich von jeglicher Form von Fremdenfeindlichkeit oder Diskriminierung distanzieren. Wir akzeptieren und tolerieren diese auch nicht in unseren Facebook-Communities", heißt es dort.

Derweil distanziert sich auch ein großer Teil der Netzgemeinde davon - und äußert Unverständnis über den Pegida-Post in kreativen Fotobearbeitungen. Das Fußballmagazin 11 Freunde griff dabei auf den Stinkefinger-Skandal von Stefan Effenberg bei der Weltmeisterschaft 1994 in den USA zurück.

Auch das Pegida-Führungspersonal ist Gegenstand des Protests.

Auch Grundsatzfragen werden gestellt,

oder neue Geschmacksrichtungen anderer Schokoladen vorgestellt.

(muk)

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