Vorstellung: Abarth 595

Ciao, Kanonenkugel!

Oh ja, der Fiat 500 ist echt süß - was für eine Knutschkugel! Bis dann Abarth, der Fiat-Haustuner kommt, und daraus den 595 macht. Den gibt es nun in zwei extrascharfen Editionsmodellen. Anschnallen, bitte!
27.03.2021, 06:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Heinrich Rohne
Ciao, Kanonenkugel!

Zum Abschuss bereit: Die Editionsmodelle des Abarth 595 warten am Bilster Berg auf eine Erprobungsrunde.

FCA Germany AG

Wer in Kleinwagen und brachialem Auftritt keinen Widerspruch sieht, der ist beim Abarth 595 schon länger gut aufgehoben. Mit dem „Scorpioneoro“ und „Monster Energy Yamaha“ haben die Italiener zwei Editionsmodelle aufgelegt, die neben einer Menge Fahrspaß ­maximales Aufsehen bieten.

Bilster Berg, das klingt harmlos – doch der hat es in sich. Jedenfalls dann, wenn um die private Rennstrecke im Teutoburger Wald geht, gute 240 Kilo­meter von Bremen entfernt. Dann steht Bilster Berg für eine Berg-und-Tal-Bahn mit 19 Kurven, 44 Kuppen und Wannen, Steigungen und Gefällen von mehr als 20 Prozent – in Relation weist die 4,2 Kilometer lange Piste mehr Höhenunterschiede als die Nordschleife des Nürburgrings auf. Das perfekte Revier für die Rennsemmeln vom Typ 595 des Fiat-Haustuners Abarth.

Im Zeichen des Skorpions gibt es wenig zu fürchten

Wer die Empfehlung der Perfomancemarke im Emblem trägt, den Skorpion, muss sich auch nicht vor so spektakulären Kurven mit respekteinflößenden Namen wie „Mausefalle“, „Kugelkopf“, „Sauwechsel“ oder „Mutkurve“ fürchten. Denn die Abarths tragen selbst ebenso offensive Namen wie „Monster Energy Yamaha“ und „Scorpioneoro“.

Das Leben ist ja eine einzige Berg- und Talbahn: Mit dem Abarth 595 unterwegs auf der Piste am Bilster Berg.

Das Leben ist ja eine einzige Berg- und Talbahn: Mit dem Abarth 595 unterwegs auf der Piste am Bilster Berg.

Foto: FCA Germany AG

Im „Monster Energy Yamaha“-Look sieht der kleine 595 aus wie die MotoGP-Maschine von „The Doctor“ Valentino Rossi. So soll es sein, schließlich ist Abarth schon seit 2015 Sponsor des Yamaha-Werksteams. Es hat schon einige Sondermodelle gegeben, die das MotoGP-Thema aufgegriffen haben; der Abarth 595 „Monster Energy Yamaha“ ist die Nummer vier, und die Inspiration ist auf den ersten Blick zu erkennen. Schließlich kommt der kleine Dynamiker in derselben Farbkombination – Scorpione-Schwarz und Podio-Blau (Bild oben) – daher wie Rossis YZR-M1-Rennmaschine. Türgriffe sowie Front- und Heckspoiler in mattem Grau runden das Farbkonzept ab.

Auf ziemlich wenig Fiat treffen reichlich 165 PS - da geht was

Im Innenraum trägt das unten abgeflachte Sportlenkrad eine Zwölf-Uhr-Markierung – so wie im Renneinsatz. Sportsitze mit blauen Highlights und speziellen Oberflächen sowie dem Schriftzug „Monster Energy Yamaha“ auf der Kopfstütze machen den MotoGP-Look perfekt. Um seiner Optik gerecht zu werden, erhält das Sondermodell natürlich alle verfügbaren Fahrdynamik-­Features. Zum Beispiel die Hinterradaufhängung von Koni mit selektiven Dämpfern, eine bissstarke Bremse mit vorne 284 und hinten 240 Millimeter großen Scheiben sowie einen Sportauspuff. Geschaltet wird manuell oder gegen Aufpreis automatisch, wobei der Fahrer bei letzterer Option mittels Schaltwippen die Gänge anwählen kann.

Auf die Gefahr hin, dass irgendwer mal vergisst, worin er hier unterwegs ist: Die goldene Plakette in der Mittelkonsole weist auf das Editionsmodell Scorpioneoro hin.

Auf die Gefahr hin, dass irgendwer mal vergisst, worin er hier unterwegs ist: Die goldene Plakette in der Mittelkonsole weist auf das Editionsmodell Scorpioneoro hin.

Foto: FCA Germany AG

Maximal 2000 Exemplare des 595 „Monster Energy Yamaha“ wird Abarth bauen, wobei das Sondermodell stets von der 121 kW/165 PS starken Version des bekannten 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziners angetrieben wird. Beides hat der MotoGP-Sonderling mit einem weiteren neuen Editionsmodell gemeinsam, dem Abarth 595 „Scorpioneoro“.

Der ist näher am Alltag, biegt er mit seinem edlen Style eher vor die Oper als auf die Rennstrecke ab. Im schwarz-goldenen Outfit erinnert er frappierend an die Rennwagen im legendären „John Player Special“-Style.

Der „Scorpioneoro“ versteht sich jedoch als Hommage an den A112 Abarth „Targa Oro“, der genau diese Farbkombination trug und von dem 1979 lediglich 150 Exemplare gebaut wurden. Das Dach ziert ein mattschwarzes Schachbrettmuster; Griffe, Spiegelkappen, Front- und Heckspoiler tragen ein mattes Grau. Die 17-Zoll-Felgen gibt es in Gold und Schwarz, wobei sie bei der zweiten Variante den namensgebenden goldenen Skorpion auf der Radnabenkappe präsentieren.

Italien im, nein: am Kopf. Die einteiligen Sportsitze listen gleich mal auf, worum es hier alles geht - Tricolore, Fiat-Tuner, Sondermodell. Noch Fragen?

Italien im, nein: am Kopf. Die einteiligen Sportsitze listen gleich mal auf, worum es hier alles geht - Tricolore, Fiat-Tuner, Sondermodell. Noch Fragen?

Foto: FCA Germany AG

Die goldenen Designakzente finden sich auch innen. Wie beim MotoGP-Pendant prangt eine Plakette auf der Mittelkonsole. Die Sportsitze mit integrierten Kopfstützen zeigen den Abarth- und den Scorpioneoro-Schriftzug sowie die italienische Tricolore. Ein Breil-Chronograph mit Skorpion-Logo macht das Editionspaket perfekt.

Und wie schlagen sich die kleinen Kanonenkugeln auf der Rennstrecke? Sie fühlen sich pudelwohl auf dem knackig-kurzen Kurs, meistern die Kurven und Kuppen des Bilster Bergs leichtfüßig. Die Abarths und die Mini-Nordschleife – das passt zusammen.

Wer sich selbst im zivilen Rahmen daran versuchen will: Der Abarth 595 Scorpioneoro ist ab 25.822 Euro zu haben, das Sondermodell „Monster Energy Yamaha“ ab 23.872 Euro. Start frei!

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