Bahn Lage auf der Strecke Köln-Berlin wieder entspannt

Neubeckum/Vennebeck. Nach dem Zugchaos in Westfalen hat sich die Lage auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Berlin am Freitag wieder entspannt. Alle Gleise seien wieder frei, sagte ein Bahnsprecher.
08.01.2010, 13:40
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Neubeckum/Vennebeck. Nach dem Zugchaos in Westfalen hat sich die Lage auf der Bahnstrecke zwischen Köln und Berlin am Freitag wieder entspannt. Alle Gleise seien wieder frei, sagte ein Bahnsprecher.

Nachdem am Donnerstag auf der Hauptstrecke zunächst der Fernverkehr zwischen Köln und Berlin wieder angelaufen war, rollen jetzt auch die Regionalzüge wieder zwischen Hamm und Bielefeld.

Die Reparaturarbeiten an Gleisen, Signalen und Oberleitung dauerten allerdings noch an. Die Züge könnten die Unglücksstellen weiterhin nur im Schritttempo passieren. Reisende müssten daher noch mit leichten Verspätungen bis zu 15 Minuten rechnen. «Dazwischen kann es auch mal Ausreißer geben», sagte der Sprecher.

Innerhalb von zwei Tagen hatten zwei Unfälle mit Güterzügen in Nordrhein-Westfalen den Schienenverkehr auf der wichtigen Ost-West- Achse in ein heilloses Durcheinander gestürzt. Die Strecke zwischen Köln und Berlin musste zeitweise komplett gesperrt werden. Am Mittwoch gab es Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Die Ursache und die Schadenshöhe sind in beiden Fällen noch unbekannt. Bundespolizei und Eisenbahnbundesamt ermitteln. Menschen wurden nicht verletzt.

Bei dem ersten Zugunglück waren in der Nacht zum Dienstag bei Neubeckum im Münsterland mehrere Waggons eines langen Güterzugs aus den Gleisen gesprungen. Am Mittwochnachmittag waren dann in Vennebeck bei Minden vier leere Kohle-Waggons eines 20-Wagen-Güterzugs entgleist. Die Waggons wurden inzwischen zur weiteren Untersuchung in verschiedene Betriebswerke transportiert.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte die Informationspolitik der Bahn kurz nach den Unglücken. «Es gab vor Ort viel zu wenig Personal. Die Reisenden standen in eisiger Kälte am Bahngleis und wurden nicht ausreichend informiert», sagte Pro-Bahn-Vorsitzender Karl-Peter Naumann. Häufig habe es nur Durchsagen über Lautsprecher gegeben, die sich allerdings alle zehn Minuten geändert hätten. (dpa)

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