Flüchtlingshilfe Landesbischof Meister fordert Hilfen für ukrainische Kinder

Erstmals in der Corona-Zeit kommt das Kirchenparlament in Hannover wieder in Präsenz zusammen. Landesbischof Meister weist in seinem Bericht auf die angespannte Situation in Kitas und Schulen hin.
19.05.2022, 15:32
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Die Landeskirche Hannovers hat mehr Hilfen für nach Niedersachsen geflüchtete ukrainische Kinder angemahnt. Die kurzfristige Aufstockung der Gruppengrößen in den Kindertagesstätten reiche nicht aus, sagte Landesbischof Ralf Meister am Donnerstag an die Adresse der rot-schwarzen Landesregierung. Manchen Müttern und Kindern falle es noch schwer, Plätze in Kitas anzunehmen.

„Ein behutsames und begleitetes Ankommen ist notwendig, um das Erlebte zu verarbeiten und sich mit anderen Familien, die Ähnliches erlebt haben, auszutauschen“, betonte der Meister. Das Land müsse Mutter-Kind-Gruppen und ähnliche Angebote finanziell fördern. Gleiches gelte für flankierende Maßnahmen etwa zur Trauma-Verarbeitung.

Die bundesweit größte evangelische Landeskirche tagt noch bis Samstag in Hannover. Erstmals seit Pandemiebeginn kommt die 26. Landessynode wieder in Präsenz zusammen.

Bischof Meister verwies in seinem Bericht auch auf die angespannte Situation in den Schulen - schon vor der Aufnahme von mehr als 11 000 ukrainischen Schülerinnen und Schülern. Es fehlten Schulpsychologen, Sozialarbeiterinnen, Fachlehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache ebenso wie IT-Fachkräfte. Für den Umgang mit den traumatischen Erfahrungen von Krieg und Flucht sei für die Kinder aus der Ukraine der Besuch einer deutschen Schule wichtig, unter anderem wegen des Kontakts zu Gleichaltrigen und eines geregelten Tagesablaufs.

Er erlebe ein großes Engagement der Kirchengemeinden und Kirchenkreise, betonte Meister. Die Landeskirche habe 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um diese Arbeit bei der Aufnahme und Begleitung ukrainischer Flüchtlinge zu unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung des Kirchenparlaments ist die Haltung der Kirche zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Darüber hinaus kommt am Freitag eine Jugendsynode mit unter 27-Jährigen zusammen.

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