Kommentar zum Bauen in Bremen

Mehr Effizienz

Bauen ist schwierig geworden. Das ist keine Bremer Spezialität, sondern woanders in Deutschland genauso. Es gibt ein Übermaß an Auflagen, damit fängt es an. Und mit den begrenzten Kapazitäten der Bauindustrie hört es noch lange nicht auf.
03.11.2017, 08:25
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Mehr Effizienz
Von Jürgen Hinrichs
Mehr Effizienz

Symbolbild.

dpa

Es gibt Fälle, da versteigern die Firmen ihre Dienstleistungen: Verklinkern zum Höchstgebot. Bauen ist deswegen auch teuer geworden.

Zu tun hat der Hype maßgeblich damit, dass Kapitalverwalter nach Anlagemöglichkeiten suchen. Sie investieren in Steine, weil das in guten Lagen eine hohe Rendite verspricht und einigermaßen sicher ist. Durch die Null-Zins-Politik der Zentralbanken ist so viel Geld da, dass der Immobilienmarkt geradezu geflutet wird. Eine Entwicklung, die jetzt auch in Bremen angekommen ist und sich unter anderem bei den anstehenden Projekten in der Innenstadt niederschlägt.

Lesen Sie auch

Schön, wenn die Investoren so gesteuert werden können, dass nicht nur sie selbst, sondern auch Bremen und seine Bürger profitieren. Hier gibt es freilich noch Nachholbedarf. Steuern kann man nur, wenn man die richtigen Leute und die richtige Organisation dafür hat.

Bremen braucht mehr Effizienz. Bereits laufende Projekte wie die Gartenstadt Werdersee zeigen, dass die Planer viel zu behäbig sind. Bauen ist schwierig geworden – umso wichtiger wäre es, sich nicht selbst im Wege zu stehen und ständig zu streiten, wie das die beiden Senatoren für Bau und für Wirtschaft tun.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+