Vorfall auf der A 9

Menschen in Bus bedroht: Festnahme nach Großeinsatz auf A 9

Was mit einem Streit zwischen Fahrgästen in einem Reisebus begann, endet in einem Großeinsatz der Polizei. Der Vorfall wirft noch Rätsel auf.
22.09.2021, 03:40
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Nach einem Großeinsatz auf der Autobahn 9 soll der Tatverdächtige am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft habe gegen den 30 Jahre alten Mann Haftantrag wegen des Verdachts des versuchten Totschlags gestellt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Er soll am Dienstagabend in einem Reisebus zwei Fahrgäste mit Schlägen und Tritten verletzt haben und dabei Todesdrohungen geäußert haben.

Zwei Leichtverletzte

Am Nachmittag war es laut einem Polizeisprecher in dem Bus mit Fahrtziel Serbien zum Streit gekommen. Der Mann habe behauptet, eine Waffe zu haben und gedroht, er werde alle umbringen. Es sei zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen mehreren Fahrgästen gekommen, wobei zwei Menschen leicht verletzt worden seien. Der Bus habe deshalb angehalten.

Kräfte des Spezialeinsatzkommandos SEK griffen nach dem stundenlangen Großeinsatz, an dem Dutzende Beamte beteiligt waren, gegen 21.30 Uhr zu. Die "Bild" berichtete über Detonationen. Diese gingen nach Angaben des Sprechers auf Blendmittel zurück, die das SEK einsetzte, um den Täter abzulenken. Er sei dann "widerstandslos" festgenommen worden. Laut Polizei hatten die Beamten über das Handy eines Busfahrers Kontakt ins Fahrzeug aufgenommen, wo sich der Mann mit den Fahrern aufgehalten habe. Die Polizei schließt eine Geiselnahme aus. Eine solche habe zu keinem Zeitpunkt vorgelegen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Bus war auf dem Weg nach München

Zum Zeitpunkt des Zugriffs hatten drei Busfahrer – zunächst war die Rede von zwei Fahrern gewesen – und alle übrigen Passagiere das Fahrzeug bereits verlassen. Der Bus war unterwegs in Richtung München und sollte laut Polizei weiter nach Serbien fahren.

Die Polizei hatte bereits nach der Alarm-Meldung vom frühen Abend die Autobahn 9 zwischen den Anschlussstellen Hilpoltstein und Greding in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt. Es bildeten sich Staus. Gegen 22.30 Uhr wurde die Strecke wieder freigegeben. Am späten Abend floss der Verkehr dann wieder. Auch die Bahnstrecke, die entlang der Autobahn verläuft, war zeitweise gesperrt.

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