Landkreis Verden Neues Feuerwehrhaus für Bassen

Oyten. Bassen. Für 1,4 Millionen Euro leistet sich die Gemeinde Oyten ein neues Feuerwehrhaus. Nutznießer ist die freiwillige Feuerwehr Bassen.
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Von Julia Soostmeyer

Rund 80 aktive Brandbekämpfer der Feuerwehr Bassen tummeln sich derzeit noch in einer kleinen ehemaligen Hofstelle, die einst zum Gerätehaus umgebaut wurde. Das hat in absehbarer Zeit ein Ende, denn bald fällt der Startschuss für den Bau einer neuen Unterkunft, nur wenige Hundert Meter entfernt. 1,4 Millionen Euro investiert die Gemeinde Oyten in das neue Feuerwehrhaus.

„Die alte Hofstelle ist einfach zu eng und entspricht nicht den aktuellen Anforderungen“, erklärt Axel Junge vom Fachbereich Bürgerservice und Wirtschaftsförderung der Gemeinde Oyten. „Die vergangenen Einsätze haben gezeigt, dass die Ansprüche stark gestiegen sind.“ Was einst als Kornlager diente, wurde vor Jahrzehnten zum Gerätehaus der Bassener Feuerwehr umfunktioniert. „Zuletzt wurde 1989 an dem Gebäude etwas getan“, erinnert sich Junge.

Umbauen – das geht jetzt nicht mehr. Es fehlt an Platz. Seit 2011 beschäftigt sich die Gemeindeverwaltung mit einer optimalen Lösung. Und die wird jetzt umgesetzt. „Entweder fangen wir in der nächsten Woche oder aber spätestens am 28. Oktober mit den Erdarbeiten an“, sagt Kay Böning, technischer Angestellter der Gemeinde Oyten. Bis zum Herbst 2014, so schätzen die Verwaltungsmitarbeiter, werden die Bauarbeiten dauern. 1,4 Millionen Euro umfasst das Budget, das Grundstück erwarb die Gemeinde von einem Landwirt.

Rund 4700 Quadratmeter groß ist die Fläche, auf der sich die etwa 80 aktiven Mitglieder der Bassener Feuerwehr ab 2014 ausbreiten können. Ortsbrandmeister Matthias Meyer freut sich drauf. „Es ist hier viel zu eng geworden“, bestätigt auch er. Zudem bestehe hohe Unfallgefahr. Eines der Hauptprobleme ist, dass die Einsatzfahrzeuge und die Feuerwehrleute für die An- und Abfahrt den gleichen Weg benutzen müssen. „Da kommt man sich in die Quere“, erläutert Axel Junge. Das kann im Ernstfall aufhalten.

Das Problem wird es bald nicht mehr geben: Die Brandbekämpfer fahren dann über einen Schotterweg auf einen 925 Quadratmeter großen Parkplatz hinter dem Gerätehaus, marschieren durch einen Hintereingang durch das Gebäude, steigen in die Einsatzfahrzeuge und rücken über einen separaten Weg aus.

Zugänglich für jedermann

„Die Fahrzeughalle wird sich um etwa 50 Prozent vergrößern“, schätzt Junge. Es komme ein Fahrzeugplatz hinzu, die Zahl erhöhe sich von drei auf vier. Die Anschaffung eines zusätzlichen Einsatzwagens sei aber bislang nicht geplant. Die Grundfläche des Gebäudes wird 730 Quadratmeter betragen.

Und auch die Brandbekämpfer bekommen mehr Platz. „Es wird getrennte Umkleideräume für Männer und Frauen geben, einen Schulungs- und einen Jugendraum“, zählt Axel Junge auf. Aktuell müssen sich die Einsatzkräfte noch in der Fahrzeughalle umziehen, was zum einen nicht sonderlich bequem und zum anderen ungesund ist. Denn eine Absauganlage für die Abgase gibt es bisher nicht – aber künftig. „Die wird selbstverständlich eingebaut“, so Böning.

Auch an eine Toilette für Menschen mit Behinderung wurde gedacht. „Alles, was wir jetzt bauen, bauen wir nur noch barrierefrei“, sagt Axel Junge. Der Neubau, der zudem eingeschossig und somit treppenfrei ist – sei nun mal nicht ausschließlich für aktive Feuerwehrmitglieder gedacht. Ferner wird eine Schleuse für kontaminierte Kleidung eingerichtet. Wie wichtig das ist, dürfte der jüngste Brand in einer Achimer Kunststofffabrik gezeigt haben.

So großzügig sich der Innenraum gestalten wird, so großzügig geht es draußen weiter: Der Bauplan sieht eine 2000 Quadratmeter große Übungsfläche für den Nachwuchs vor. „Das war ein Wunsch der Feuerwehr Bassen“, erklärt Junge. Ortsbrandmeister Matthias Meyer bestätigt das: „Wir planen, eine Jugendfeuerwehr zu gründen.“ Doch stellt er auch klar, dass „wir das erst angehen können, wenn alles fertig ist“. Geplant wurde der gesamte Neubau übrigens vom Fischerhuder Architekten Peter Bischoff.

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