Frankreich Noch keine Gewissheit über verschwundene Zwillinge

Paris/Lausanne. Widersprüchliche Indizien und weiterhin keine Leichen: Im Fall der verschwundenen Schweizer Zwillingsmädchen gibt es noch immer keine endgültige Gewissheit.
13.02.2011, 13:40
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Paris/Lausanne. Widersprüchliche Indizien und weiterhin keine Leichen: Im Fall der verschwundenen Schweizer Zwillingsmädchen gibt es noch immer keine endgültige Gewissheit.

In Frankreich und Italien suchten Ermittler am Wochenende erneut mit Hochdruck nach Spuren der Sechsjährigen - auf Korsika auch mit Unterstützung der Mutter. Sowohl auf der Mittelmeerinsel als auch in der italienischen Gemeinde Ascoli wollen Zeugen Alessia und Livia mit ihrem Vater gesehen haben.

Der 43-Jährige hatte die Kinder am 30. Januar bei seiner von ihm getrennt lebenden Frau abgeholt und entführt. Am 3. Februar warf er sich in Italien vor einen Zug. In seinem Abschiedsbrief machte der Vater deutlich, dass auch die Kinder tot seien. "Ich bin am Boden zerstört, aber ich hoffe immer noch, meine Kinder wiederzusehen", sagte Irina Lucidi zuletzt in einem Interview.

Auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika suchten Polizei und Gendarmerie am Wochenende unter anderem mit einem Hubschrauber nach Hinweisen auf den Verbleib der Mädchen. Am Sonntag war nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP auch die Mutter bei einem Flug dabei. Mehrere Zeugen wollen die Zwillinge auf der Insel mit ihrem Vater gesehen haben, bevor dieser sich in Italien das Leben nahm. Eine Frau will sogar eine weibliche Begleitperson beobachtet haben.

Andere Hinweise wecken an diesen Schilderungen aber auch Zweifel. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wurde der Vater in Frankreich mehrmals von Überwachungskameras gefilmt. Auf keinem der Bilder sollen die Mädchen zu sehen gewesen sein. Deswegen gibt auch Spekulationen, dass der 43-Jährige die Kinder noch vor seiner Abreise bereits in der Schweiz umgebracht haben könnte. So fand die Polizei die Kindersitze und Kuscheltiere der Kinder im Haus des Vaters in St-Sulpice bei Lausanne. Auch die Ausweise ließ er zurück. (dpa)

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