Zugstrecken gesperrt

Nord-Ostsee-Kanal: Frachter rammt Fähre

Kollision in Rendsburg in Schleswig-Holstein: Eine Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist am Freitagmorgen mit einem Frachter zusammengestoßen. Der Fährführer wurde dabei schwer verletzt.
09.01.2016, 00:00
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Von Wolfgang Schmidt

Kollision in Rendsburg in Schleswig-Holstein: Eine Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist am Freitagmorgen mit einem Frachter zusammengestoßen. Der Fährführer wurde dabei schwer verletzt.

Der Mann wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der einzige Passagier, ein Polizist, der nach seinem Dienst auf dem Weg nach Hause war, erlitt bei dem Zusammenstoß am Morgen leichte Verletzungen. Er konnte ebenfalls über eine andere Fähre in Sicherheit gebracht werden.

Der Nord-Ostsee-Kanal und die für den Verkehr zwischen Deutschland und Dänemark wichtige Eisenbahnbrücke wurden für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten gesperrt. Warum der unter deutscher Flagge fahrende Frachter „Evert Prahm“ gegen 6.40 Uhr mit der an Stahlseilen an der Eisenbahnhochbrücke hängenden Schwebefähre zusammenprallte, war zunächst unklar. Die „Evert Prahm“ wurde ebenfalls beschädigt und machte am Morgen im Hafen von Rendsburg fest.

Zugverkehr eingestellt

Die über 100 Jahre alte Schwebefähre war laut Polizei auf dem Weg vom Nord- zum Südufer. Der 74 Meter lange Frachter fuhr nach Westen in Richtung Brunsbüttel. Bei der Kollision wurden die Halteseile der denkmalgeschützten Schwebefähre stark beschädigt. Sie ist deshalb nicht mehr manövrierfähig.

Die Fähre wird von Fußgängern, Radfahrern und Autos benutzt. Sie transportiert täglich etwa 520 Fahrzeuge und 1700 Menschen. Nach Angaben der Bahn sind die drei Zugstrecken von Hamburg nach Flensburg, von Husum nach Kiel und von Kiel nach Rendsburg von der Sperrung der Eisenbahnbrücke betroffen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet. Die Brücke war bis zum späten Nachmittag gesperrt.

Von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hieß es, mögliche Schäden an der Brücke – einer Stahlkonstruktion – müssten zunächst festgestellt und dann statisch bewertet werden. Wie lange dies dauere, sei noch nicht absehbar. Nach dem Zusammenstoß am Freitagmorgen waren zahlreiche Kräfte von Polizei, Wasserschutzpolizei, Rettungsdienst und Feuerwehr stundenlang im Einsatz.

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