DIESE WOCHE Öffentliche Kritik als Weckruf

Die Stadt Verden wirbt mit dem Slogan „Verden hat’s“. Und tatsächlich hat Verden für eine Stadt ihrer Größenordnung einiges zu bieten.
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Öffentliche Kritik als Weckruf
Von Marius Merle

Die Stadt Verden wirbt mit dem Slogan „Verden hat’s“. Und tatsächlich hat Verden für eine Stadt ihrer Größenordnung einiges zu bieten. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Stadt überregional bekannt werden würde. Das ist seit Donnerstag der Fall. Der Anlass dafür ist jedoch alles andere als erfreulich. Verden findet Erwähnung im aktuellen Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Als Stadt, die wegen schlechter Planung ihres Rathausplatzes viel Geld verschwendet hat. Und plötzlich ist Verden auch Funk und Fernsehen in ganz Deutschland einen Bericht wert. Doch positive Werbung sieht anders aus. Die Stadt sollte die öffentliche Kritik als Weckruf begreifen. Sie muss die Ursachen für die Misere schonungslos analysieren und Konsequenzen daraus ziehen. Entscheidend ist, das Bauprojekt nun so schnell wie möglich und ohne weitere Pannen und zusätzlichen Aufwand fertigzustellen.

Jetzt, da Verden mit seiner Baustelle im Blickpunkt steht, dürfen sich keine weiteren Verzögerungen und Kosten mehr ereignen. Andernfalls würde sich das bereits ramponierte Image der Stadt weiter verschlechtern. Gleichzeitig bietet der öffentliche Fokus auf Verden aber auch eine Chance für die Zeit nach dem Baustellenfiasko. Es gilt nun, verstärkt zu zeigen, dass es in der Stadt eben nicht nur eine verschwenderisch teure Baustelle gibt, sondern auch viel Reizvolles fernab des teuren Rathausplatzes.

Der Dom, das Naturschutzgebiet in den Dünen, die Domfestspiele sowie nationale und internationale Reitturniere – das sind nur einige Beispiele, weshalb Verden eine Reise wert ist. Und genau diese Vorzüge gilt es, offensiv zu präsentieren. Dann kann die Stadt Verden auch weiter mit ihrem Slogan werben, ohne dass man an die Baustelle denken muss, wenn es heißt „Verden hat’s“.

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