Kommentar Olympia-Alarm

Daniel Killy zu Hamburgs Votum gegen die Seilbahn N un wird’s also nichts mit der Seilbahn vom Millerntorplatz nach Steinwerder. 55 000 Bewohner des Hamburger Bezirks Mitte haben mit Zweidrittelmehrheit dagegen gestimmt, St.
28.08.2014, 00:00
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Olympia-Alarm
Von Daniel Killy

Daniel Killy

zu Hamburgs Votum gegen die Seilbahn

N

un wird’s also nichts mit der Seilbahn vom Millerntorplatz nach Steinwerder. 55 000 Bewohner des Hamburger Bezirks Mitte haben mit Zweidrittelmehrheit dagegen gestimmt, St. Pauli per Gondel mit den Musical-Zelten auf der anderen Elbseite zu verbinden.

Schuld an der krachenden Niederlage sind vor allem Seilbahnbauer Doppelmayr und Musical-Gigant Stage Entertainment, die für den Fall eines positiven Votums in bester Mauschel-Manier eine Zehnmillionen-Euro-Spende an den Bezirk Mitte in Aussicht gestellt hatten. Mit diesem plumpen Bestechungsversuch in Richtung des teilweise hoch bedürftigen Bezirks war das flotte Projekt schon im Ansatz gescheitert.

Hamburg sollte aber nicht zu früh über das Abstimmungsergebnis jubeln. Denn die Argumente der Seilbahngegner und Anwohner werfen auch kein allzu gutes Licht auf die sich sonst so weltläufig gerierende Hansestadt. Wer noch mehr Touristen als Negativfaktor betrachtet, schlägt das „Tor zur Welt“ recht krachend zu. Hamburg lebt nicht zuletzt vom boomenden Tourismus.

Und Hamburg schielt auf eine erneute Olympia-Bewerbung. Wie die nach diesem Votum erfolgreich sein soll, wenn mehr Touristen von den Anwohnern als Störfaktor empfunden werden, ist wohl nicht nur dem Autor (Hamburger) ein Rätsel. Touristenmagnet ohne Touristen – das geht halt nicht. Hammonia hat seit der Abstimmung ein Olympia-Problem.

daniel.killy@weser-kurier.de

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