Ostdeutsche haben kaum Vertrauen in Medien und Kirchen

Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall unterscheiden sich Ost und West noch auf so manchem Gebiet. Auffällige Unterschiede gibt es beim Vertrauen in Institutionen.
02.01.2018, 11:49
Lesedauer: 1 Min
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Ostdeutsche schenken Medien und Kirchen einer Umfrage zufolge deutlich weniger Vertrauen als Westdeutsche. Nur 16 Prozent der Menschen im Osten trauen dem Fernsehen (Westdeutsche: 30 Prozent), nur 27 Prozent der Presse (West: 43%) und 41 Prozent dem Radio (West: 59%).

Das ist ein Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Mediengruppe RTL zum Vertrauen der Deutschen in nicht-politische Institutionen.

Demnach haben auch nur 13 Prozent der Ostdeutschen Vertrauen zur katholischen Kirche (West: 30%), 34 Prozent trauen der evangelischen Kirche (West: 50%) und 40 Prozent dem Papst (West: 57%).

Nur drei Institutionen schenken die Ostdeutschen dem RTL/n-tv-Trendbarometer zufolge ähnlich viel Vertrauen wie die Westdeutschen: den Ärzten (Ost: 79%; West: 78%), dem Zentralrat der Juden (Ost: 39%; West: 37%) - sowie auf niedrigem Niveau dem Zentralrat der Muslime (Ost: 16%; West: 12%).

Das größte Vertrauen haben die Deutschen insgesamt zur Polizei, zu den Universitäten, den Ärzten und ihrem eigenen Arbeitgeber - und das geringste zu Arbeitgeberverbänden, Banken, Versicherungen, Managern und Werbeagenturen sowie zum Zentralrat der Muslime und zum Islam.

Im Vergleich zu einem Jahr vorher sei etwa das Vertrauen in Unternehmen um 18 Prozentpunkte zurückgegangen, das in Manager um 7 Prozentpunkte. Das Vertrauen zum Islam ist um 16 Prozentpunkte gesunken und zum Zentralrat der Muslime in Deutschland um 15 Prozentpunkte. Nur neun Prozent der Deutschen haben demnach noch großes Vertrauen in den Islam. (dpa)

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