Film Oytener spielt Richter im TV-Zweiteiler "Gier"

Oyten. Eigentlich ist Andreas Schanze ein gewiefter Rechtsanwalt. Dass der Oytener aber auch vor der Fernsehkamera im Dunstkreis deutscher Schauspielgrößen wie Ulrich Tukur und Uwe Ochsenknecht eine gute Figur abgibt, hat er jetzt vor einem Millionenpublikum in dem TV-Zweiteiler „Gier“ bewiesen.
23.01.2010, 14:15
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Oytener spielt Richter im TV-Zweiteiler
Von Lars Köppler

Oyten. Eigentlich ist Andreas Schanze ein gewiefter Rechtsanwalt. Zu den Tätigkeitsschwerpunkten des Juristen zählen Verkehrs-, Grundstücks- und Erbrecht. Dass der Oytener aber auch vor der Fernsehkamera im Dunstkreis deutscher Schauspielgrößen wie Ulrich Tukur und Uwe Ochsenknecht eine gute Figur abgibt, hat er jetzt vor einem Millionenpublikum in dem TV-Zweiteiler „Gier“ bewiesen.

Sein Auftrag: ein kurzer Dialog als vorsitzender Richter des Bremer Landgerichts mit dem Aufschneider und Finanzscharlatan Dieter Glanz – gespielt von Ulrich Tukur. Doch was in den Schlusssequenzen des von Regisseur Dieter Wedel inszenierten Films beim Zuschauer leicht und locker rüberkommt, war in Wirklichkeit harte Arbeit. „Die Dreharbeiten am Set für diese Gerichtsszene dauerten einen ganzen Tag. Bereits um 7 Uhr ging es los. Das hat uns richtig geschlaucht“, erzählt Andreas Schanze, dessen Sprechrolle zwei Sätze umfasste.

Aber auch für seine Frau Anke und Tochter Julia, die gemeinsam mit rund 50 Komparsen die Zuschauerbänke des Gerichtssaals füllten, war der Abstecher in die Glitzer- und Glamourwelt ebenso atemberaubend wie stressig. „Wir mussten acht Stunden lang klatschen und lachen – immer wieder“, berichtet die Hausfrau.

Zur Aufheiterung habe Tukur in den Pausen immer wieder Witze erzählt. Für Andreas Schanze, der über seine Beziehungen zu einer Hamburger Casting-Agentur den Kontakt zu Dieter Wedel bekam, blieben nur Stunden, um sich für seinen Auftritt zu präparieren.

Noch nicht einmal für Lampenfieber war Zeit. „Das Drehbuch habe ich einen Tag vor den Dreharbeiten bekommen. Ich bin eigentlich das freie Reden gewohnt. Texte auswendig zu lernen, ist schon ein großer Unterschied“, gibt der Rechtsanwalt zu. Aber damit hätten selbst die Prominenten manchmal so ihre Probleme, stellt seine Frau fest.

Von der Aura des Star-Regisseurs waren die Schanzes besonders beeindruckt. „Das ist schon eine sehr nette Persönlichkeit. Er ist den ganzen Tag auf den Beinen, erklärt alles und ist mit voller Begeisterung beim Thema“, sagt Andreas Schanze.

Nicht zuletzt wegen seiner juristischen Erfahrungen habe er den Job als Richter auch bekommen. Schließlich sollte es im Filmgericht so detailgenau wie möglich zugehen. „Er hat mich oft gefragt, ob die Einstellungen authentisch wären“, erinnert sich der Hobby-Schauspieler, der auch seine Frau in der schnieken Amtsrobe überzeugte.

Trotz des monotonen Lachens und Klatschens hat auch Anke Schanze ihr Mitwirken nicht bereut. Bei der offiziellen Präsentation des Fernsehfilms im Hamburger Hotel „Vier Jahreszeiten“ lernte sie die prominenten Schauspieler noch näher kennen und durfte mit ihnen sogar über den Roten Teppich flanieren. „Die waren alle sehr sympathisch“, schwärmen Andreas und Anke Schanze, die weitere Engagements vor der Kamera nicht ausschließen.

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