Kommentar von Peter Hanuschke zum geplanten OTB Partner gesucht

Hohe Arbeitslosigkeit, eine strukturschwache Region – ein neuer Offshore Terminal, der mehrere tausend Arbeitsplätze schafft, wäre für Bremerhaven ein Segen. Seit Jahren hält der Bremer Senat an dem Projekt fest.
08.07.2015, 00:00
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Hohe Arbeitslosigkeit, eine strukturschwache Region – ein neuer Offshore Terminal, der mehrere tausend Arbeitsplätze schafft, wäre für Bremerhaven ein Segen. Seit Jahren hält der Bremer Senat an dem Projekt fest. Und wäre der Terminal, so wie ursprünglich geplant, auch schon vor Jahren fertig gestellt worden, dann hätte das tatsächlich einen Schub für die Region bedeutet, und das als OTB bezeichnete Projekt hätte sich längst als Schwerlasthafen etabliert – so wie Esbjerg in Dänemark, dem Basishafen des deutschen Offshore-Turbinenherstellers und Branchenführers Siemens.

Der Senat verspielte aber wertvolle Zeit, als er versuchte, für den Bau des OTB einen privaten Investor zu finden. Das Vorhaben scheiterte, so wie es von Kritikern im Vorfeld vorhergesagt worden war. Nun soll es öffentlich finanziert werden. Im Grunde nichts Ungewöhnliches für eine solche Infrastrukturmaßnahme. Doch inzwischen wird der OTB in eine Zeit hineingeplant, in der die junge Offshore-Windindustrie politischen Rahmenbedingungen ausgesetzt ist, die den Ausbau von Windparks auf See nach jetzigem Stand nach 2020 erheblich bremsen werden. Wer dennoch den OTB will, muss alles dafür tun, das Risiko zu minimieren. Das wäre der Fall, wenn Siemens für den OTB gewonnen werden könnte. Gelänge das, hätte der OTB seine Berechtigung – auch ohne Gutachten. Bekanntlich ist Siemens auf der Suche nach einem Produktionsstandort im Norden Deutschland.

peter.hanuschke@weser-kurier.de

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