Aktionstag für die Evakuierung griechischer Lager

Polizei löst Seebrücke-Versammlungen in Berlin und Frankfurt auf

Hunderte Menschen haben am Samstag für die Evakuierung der griechischen Lager protestiert. In Berlin und Frankfurt löste die Polizei Versammlungen auf, weil sie gegen die Corona-Verordnung verstießen.
05.04.2020, 18:03
Lesedauer: 2 Min
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Polizei löst Seebrücke-Versammlungen in Berlin und Frankfurt auf

Rund 250 bis 300 Teilnehmer bildeten laut Polizeiangaben am Frankfurter Mainufer eine Menschenkette.

Frank Rumpenhorst/dpa

Die Berliner Polizei hat eine nicht genehmigte Versammlung am Brandenburger Tor aufgelöst. Das teilte sie am Sonntagnachmittag auf Twitter mit. An dem Wahrzeichen seien rund 100 Menschen zu einer Versammlung unter dem Motto «LeaveNoOneBehind» zusammengekommen, die dafür nicht die derzeit erforderliche Ausnahmegenehmigung der Gesundheitsverwaltung gehabt hätten, sagte eine Sprecherin. Dabei handelte es sich um eine Veranstaltung der Initiative Seebrücke, die sich im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages für die Evakuierung der Flüchtlingslager in Griechenland eingesetzt hat.

Die Polizeibeamten hätten die Teilnehmer per Lautsprecherdurchsagen und durch persönliches Ansprechen zum Gehen aufgefordert. «Gegen Personen, die sich weigerten zu gehen, wurden Anzeigen geschrieben», teilte die Polizei auf Twitter mit.

Coronavirus - Frankfurt am Main

Polizisten nehmen auf dem Eisenen Steg die Personalien einer Demonstrantin auf.

Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Bei einer Aktion am Frankfurter Mainufer griff die Polizei ein. Rund 250 bis 300 Teilnehmer hätten am nördlichen Ufer nahe des Eisernen Stegs eine Menschenkette gebildet, berichtete ein Polizeisprecher. Es sei darauf hingewiesen worden, dass die Einhaltung des in der Corona-Krise vorgeschriebenen Mindestabstands bei solchen Veranstaltungen nicht kontrollierbar sei. Nachdem Platzverweise ignoriert worden seien, seien Personalien festgestellt und Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Eine Seebrücke-Sprecherin sagte, bei der Menschenkette sei der gebotene Abstand eingehalten worden. Auf dem Boden seien extra Markierungen angebracht gewesen. Viele Teilnehmer hätten zudem Mundschutz getragen. (dpa)

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