Verstorbener Kasseler Regierungspräsident

Polizeieinsatz auf Fähren steht in Zusammenhang mit Fall Lübcke

Im Fall des erschossenen Kasseler Politikers Walter Lübcke gab es einen Polizeieinsatz auf zwei Wangerooge-Fähren in Niedersachsen. Das haben das Hessische Landeskriminalamt und die Kasseler Staatsanwaltschaft erstmals bestätigt.
11.06.2019, 13:17
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Polizeieinsatz auf Fähren steht in Zusammenhang mit Fall Lübcke

Kerzen und eine Nachricht an den verstorbenen Kasseler Regierungspräsidenten: Walter Lübcke (CDU) wurde 65 Jahre alt.

Swen Pförtner/dpa

Der Polizeieinsatz auf zwei Wangerooge-Fähren in Niedersachsen am Samstag steht im Zusammenhang mit dem Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Das haben das Hessische Landeskriminalamt (LKA) und die Kasseler Staatsanwaltschaft am Dienstag erstmals bestätigt. "In diesem Zusammenhang wurde eine Person in Gewahrsam genommen und mit dem Ziel der Informationsgewinnung in das Polizeipräsidium Nordhessen nach Kassel verbracht", teilten die Behörden mit.

Bei der Befragung hätten sich aber keine Anhaltspunkte ergeben, dass der Mann an der Tat beteiligt war. "Aus diesem Grund wurde die Person in den frühen Sonntagmorgenstunden wieder entlassen", erklärten die Ermittler, die keine weiteren Angaben zu dem Mann oder dem Hintergrund der Polizeiaktion machten. Mehrere Medien hatten am Wochenende über den Einsatz in Wittmund-Harlesiel (Kreis Wittmund) berichtet. Die Fähren starten dort zur Insel Wangerooge. Die zuständige Polizei Wilhelmshaven hatte nur mitgeteilt, dass der Einsatz für ein anderes Bundesland stattgefunden hatte.

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Lübcke war in der Nacht zum Sonntag vor einer Woche gegen 0.30 Uhr auf der Terrasse seines Wohnhauses in Wolfhagen-Istha bei Kassel mit einer Schussverletzung am Kopf entdeckt worden. Der Schuss war den Ermittlungen zufolge aus nächster Nähe abgegeben worden. Das Motiv ist immer noch unklar, ebenso, ob es aktuell Verdächtige gibt. (dpa)

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