Von Japan aus gestartet Erste Raumsonde eines arabischen Landes erreicht Mars

In zehn Tagen soll der NASA-Rover Perseverance auf dem Mars landen. Bereits dort angekommen ist jetzt die erste Raumsonde eines arabischen Landes - der Vereinigten Arabischen Emirate.
09.02.2021, 18:44
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Von dpa

Die Raumsonde der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist ohne größere Zwischenfälle in die Umlaufbahn des Mars eingeschwenkt. „Mission erfüllt“, schrieb Ministerpräsident Mohammed bin Raschid al-Maktum am Dienstagabend auf Twitter.

Die erste Raumsonde eines arabischen Landes, die Klimadaten des Roten Planeten sammeln soll, war im Juli von Japan aus gestartet. Der Kronprinz von Abu Dhabi und damit der faktische Herrscher der VAE, Scheich Mohammed bin Sajid al-Nahjan, schrieb kürzlich in einem Tweet von einer „historischen emiratischen Mission“.

Die Mission „Al-Amal“ (Hoffnung) soll helfen, das erste vollständige Bild des Mars-Klimas über ein komplettes Jahr auf dem Planeten zu erfassen. Die 1350 Kilogramm schwere Raumsonde soll dazu unter anderem die Atmosphäre sowie Wetterveränderungen und den Wechsel der Jahreszeiten beobachten. Auf ihrer siebenmonatigen Reise legte sie 450 Millionen Kilometer zurück und flog mit etwa 121 000 Stundenkilometern durchs All.

„Al-Amal“ ist die erste von drei Weltraum-Missionen, die in diesem Monat den Mars erreichen sollen. Auch China und die US-Raumfahrtbehörde Nasa haben Sonden auf den Weg gebracht.

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Die Emirate treiben ihr Raumfahrt-Programm kräftig voran. Geplant ist auch eine Mond-Mission für das Jahr 2024, bei der ein unbemanntes Raumfahrzeug zum Erdtrabanten starten und dort in einer bisher unerforschten Gegend landen soll. Der schwerreiche Golfstaat hofft dabei neben wissenschaftlichen Erkenntnissen und positiven Effekten für die Wirtschaft auch auf Imagepflege. Die desaströse Menschenrechtslage in dem Land steht immer wieder im Fokus internationaler Kritik.

Eine ähnliche Strategie verfolgt auch Nachbar Saudi-Arabien. Dort wurde eine Raumfahrtbehörde per königlichem Dekret im Dezember 2018 geschaffen - kaum drei Monate nach der Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi.

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