Kriminalität S-Bahn-Attacke in Hamburg: Fahndung läuft

Hamburg. Er half einem Schwächeren und wurde auf einem Hamburger S-Bahnhof brutal attackiert: Weil er Zivilcourage zeigte, prügelten drei junge Männer in der Silvesternacht an der S-Bahnstation Hamburg-Veddel einen 42-Jährigen bewusstlos. Sie hatten zuvor in der Bahn einen älteren Mann angepöbelt.
02.01.2011, 18:50
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Hamburg. Er half einem Schwächeren und wurde auf einem Hamburger S-Bahnhof brutal attackiert: Weil er Zivilcourage zeigte, prügelten drei junge Männer in der Silvesternacht an der S-Bahnstation Hamburg-Veddel einen 42-Jährigen bewusstlos. Sie hatten zuvor in der Bahn einen älteren Mann angepöbelt.

Durch Aufnahmen der Überwachungskameras am Bahnsteig sind die drei Angreifer inzwischen identifiziert, aber noch nicht gefasst. Die Fahndung läuft. Die Bundespolizei bittet Zeugen des Vorfalls dringend, sich zu melden. Der ältere Mann, dem der 42-Jährige zuvor zu Hilfe geeilt war, konnte bislang nicht ausfindig gemacht werden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ging der Mann dazwischen und schlichtete, woraufhin sich die Angreifer zunächst zurückzogen. Als am S-Bahnhof Veddel zunächst die jungen Männer ausstiegen und nach ihnen auch der 42-Jährige die Bahn verließ, kam es dann zu einem brutalen Übergriff. Sie rammten den Mann zu Boden und traten auf Kopf und Bauch ein. Als die Polizei am Tatort eintraf, waren die Männer geflüchtet. Das bewusstlose Opfer wurde schwer verletzt mit einer Schädelprellung und Hautabschürfungen ins Krankenhaus gebracht.

"Er hat im Rahmen der Zivilcourage geholfen und wurde letztlich attackiert", sagte der Sprecher der Bundespolizei, Rüdiger Carstens. Der Vorfall erinnert an Dominik Brunner, der im September 2009 an einem Münchner Bahnhof von zwei Jugendlichen attackiert worden war, nachdem er sich schützend vor Kinder gestellt hatte. Er bezahlte für seine Zivilcourage mit dem Leben.

Der 42-Jährige aus Hamburg, der sich nicht in Lebensgefahr befand, ist unterdessen auf dem Weg der Besserung. Er habe Glück gehabt, betonte Carstens. "Nach jetzigem Stand sind die mutmaßlichen Täter sehr brutal vorgegangen." (dpa)

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