Volksfest von Beerdigungsgemeinschaft zu Grabe getragen / Marktmeister und Polizei ziehen positive Bilanz Sargwurf in die Aller beendet Domweih

Auch die schönste Zeit hat einmal ein Ende, und da macht auch die Verdener Domweih keine Ausnahme. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde sie zum Abschluss traditionell von der Beerdigungsgemeinschaft des Festes zu Grabe getragen. Alle Beteiligten zogen nach sechs Tagen Domweih ein positives Fazit.
08.06.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Sargwurf in die Aller beendet Domweih
Von Marius Merle

Auch die schönste Zeit hat einmal ein Ende, und da macht auch die Verdener Domweih keine Ausnahme. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde sie zum Abschluss traditionell von der Beerdigungsgemeinschaft des Festes zu Grabe getragen. Alle Beteiligten zogen nach sechs Tagen Domweih ein positives Fazit.

Verden. Pünktlich um Mitternacht in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sprach Udo Grotzsch, der Pastor der "Beerdigungsgemeinschaft Verdener Domweih": "Lang sehnt man sie herbei, doch schon nach sechs tollen Tagen ist sie wieder vorbei. Länger hätte sie der Geldbeutel nicht ertragen, darum lasst sie uns jetzt begraben. Aber in 359 Tagen, können wir wieder sagen: Prost Domweih!"Kurz darauf beendete ein auf dem Wasser der Aller aufschlagender Sarg symbolisch die 1028. Domweih.

Für die Durchführung des traditionellen Rituals sorgte die ganz in Schwarz mit weißen Handschuhen gekleidete Gruppe der Beerdigungsgemeinschaft. Die Mitglieder trugen den leeren Sarg, stets begleitet von Blasmusik-Klängen, zunächst über die Festmeile, gespannt beobachtet von den zahlreichen Besuchern. Um 23:45 Uhr brach die Gemeinschaft zur Südbrücke auf, um dort eine Viertelstunde später den Sarg in die Aller zu werfen. Eine große Menschenmenge folgte der Beerdigungsgemeinschaft vom Festgelände auf die Brücke, um beim zeremoniellen Schlussakt des Volksfestes dabei zu sein. Nachdem die Domweih zu Grabe getragen war, bekamen alle Wachgebliebenen mit einem rund 15-minütigen Feuerwerk noch ein weiteres Spektakel geboten.

Reibungsloser Ablauf

Die Beerdigung der Domweih habe reibungslos funktioniert, bilanzierte Franz-Josef Jurdzik vom Vorstand der Beerdigungsgemeinschaft. Lediglich die Feuerwehr in Bedingbostel habe im Anschluss an das Ritual, aufgrund des Hochwassers, Probleme gehabt, den Sarg wieder aus dem Wasser zu ziehen. Mit einigen Mühen sei das aber letztlich doch gelungen. Lobende Worte fand Jurdzik für den Rettungsdienst und die Polizei, die für die Sperrung der Brücke gesorgt und somit auch den vielen Schaulustigen die Gelegenheit gegeben hatten, die "Beisetzung" aus nächster Nähe zu verfolgen.

Die Feierlichkeiten waren damit aber noch nicht zum Abschluss gekommen. Viele der Besucher zogen weiter in die Kneipen Verdens, und die Mitglieder der Beerdigungsgemeinschaft feierten weiter im Hotel Höltje, wo sie sich einige Stunden zuvor bereits als Startpunkt für den Marsch über den Festplatz eingefunden hatten. "Die Feierlichkeiten bei uns im Hotel gingen noch bis 2 Uhr", sagte Jurdzik.

Der gelungene Abschluss passte ins Gesamtbild der diesjährigen Domweih. "Wir haben nicht zuletzt aufgrund der schönen Wetterverhältnisse eine für alle Beteiligten sehr zufriedenstellende Domweih erlebt, sagte Rüdiger Nodorp, Marktmeister des Verdener Volksfestes. Auch die Polizei zog am gestrigen Freitag eine positive Bilanz. "Wir sind froh, dass es zu keinen schwerwiegenden Vorfällen kam und freuen uns darüber, dass es aus polizeilicher Sicht eine friedliche Veranstaltung war", resümierte Tobias Vorfeld, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes.

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