Umweltschäden Ein Dutzend Menschen verträgt die Kapelle

Wegen Schimmelbildung wurde die Schlosskapelle in Celle 1995 geschlossen. Nun soll eine der bedeutendsten Reformationskirchen Europas bald wieder Besuchern offen stehen.
26.09.2022, 05:00
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Von Joachim Göres

Wie viel Mensch verträgt die Kunst? Das haben sich die Experten gefragt, die die Celler Schlosskapelle seit 2017 genau unter die Lupe genommen haben. In ihrem Projekt mit dem komplizierten Titel „Beseitigung und Vermeidung nutzungsbedingter anthropogener Umweltschäden“ haben sie die Schäden, die  bis zu 75.000 Besucher jährlich durch ihre Atmung und mitunter nasse Kleidung verursacht haben. Die Feuchtigkeit verformte Gemälde, ließ Farbe abplatzten und bildete Schimmel. 1995 wurde deswegen der einzige unverändert erhaltenen Kirchenraum aus frühprotestantischer Zeit in Deutschland geschlossen. Jetzt naht die Wiedereröffnung, denn die Antwort auf die Frage scheint gefunden: Maximal ein Dutzend Menschen sollen künftig täglich die Schlosskapelle besuchen dürfen, die 1570 mit Gemälden aus der Werkstatt des Antwerpener Malers Marten de Vos ausgestattet wurde und vom Boden bis zur Decke bemalt ist.

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