Einweihung der Strecke Leeste und Thedinghausen Strecken-Einweihung mit historischer Dampflok

Weyhe·Thedinghausen. Für die Einweihnung der sanierten Strecke zwischen Leeste und Thedinghausen fuhr die historische Dampflok Jan Harpstedt über die Schienen.
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Von Femke Liebich

Dampfender Rauch, dazu ein lautstarkes Tuten und ein unverkennbares Pfeifen – sobald eine Dampflok Fahrt aufnimmt, schlägt so manches Herz höher. Genau aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen der Bremen-Thedinghauser Eisenbahn (BTE) und des Vereins Kleinbahn Leeste für die Einweihung der sanierten Strecke zwischen Leeste und Thedinghausen etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Sie ließen am Sonnabend die historische Dampflok Jan Harpstedt über die Schienen rollen. Zur Einweihung bestiegen 50 Ehrengäste sowie rund 30 weitere Mitfahrer den Sonderzug in Richtung Thedinghausen.

„Für mich bedeutet der heutige Tag schon einen innerlichen Triumph“, verriet Gordon Doyen vom Vorstand des Vereins Kleinbahn Leeste am Rande der Streckeneinweihung. Und mit dieser Aussage stand er keineswegs allein da. Wilfried Eisenberg, Vorsitzender der Bremer Straßenbahn AG (BSAG), sprach während der offiziellen Einweihung in Thedinghausen gar von einem „Freudentag“.

Auch die beteiligten Bürgermeister Niels Thomsen (Stuhr), Frank Lemmermann (Weyhe) und Gerd Schröder (Thedinghausen) zeigten sich sichtlich zufrieden mit dem Ergebnis, welchem jahrelange Verhandlungen und Gespräche vorausgegangen waren, ehe die kostspieligen Sanierungsarbeiten vorgenommen werden konnten. Nachdem vor 14 Jahren über eine Stilllegung der Bahnstrecke diskutiert wurde, ist sie jetzt auch wieder für Güterzüge nutzbar. Und diese verkehren ab sofort auf einer rundum erneuerten Strecke mit sanierten Weichen, Gleisen und Bahnübergängen. „Ab sofort können die Züge auf der gesamten Strecke zwischen Leeste und Thedinghausen wieder durchgängig 40 km/h fahren“, sagte Gordon Doyen. Mehr Aufmerksamkeit als die Geschwindigkeit zog an diesem Tag allerdings die historische Dampflok auf sich. Zahlreiche Schaulustige hatten sich auf der rund 14 Kilometer langen Bahnstrecke positioniert und hielten die Durchfahrt des historischen Zuges mit ihren Kameras fest.

Auch Jürgen Kämmerer und Andreas Fraatz waren extra wegen der Dampflok aus Reinbek bei Hamburg angereist. Sie fuhren allerdings im Zug mit. Die beiden Eisenbahnfreunde waren ursprünglich auf dem Weg nach Niebüll, um dort ebenfalls eine Dampflok zu besichtigen. „Aber das Wetter war hier besser und außerdem ist es schließlich etwas Besonderes, bei einer Streckeneinweihung dabei zu sein“, sagte Jürgen Kämmerer. Am Ende der Fahrt befand sich ein ganz besonderes Souvenir in seiner Tasche: „Die extra für diese Fahrt erstellte Fahrkarte werde ich einem Sammler schenken, der wird sich freuen.“ Besonders gefreut haben sich auch der achtjährige Paul Lepand und der siebenjährige Rune Landwehr, als sie von ihren Eltern von der besonderen Ausflugsfahrt erfahren hatten. „Wir haben erst an der Strecke gestanden , und jetzt fahren wir auch noch mit“, erklärten die beiden stolz. Vor der Fahrt haben sie die Dampflok genaustens unter die Lupe genommen. Wie gut, dass die ganze Fahrt über die Mitglieder des Museumsbahn-Vereins aus Harpstedt sowie die Verantwortlichen des Leester Kleinbahnvereins bei Fragen Rede und Antwort standen. Zu ihnen gehörte auch der 13-jährige Luis Heinrich, der seit vier Jahren Mitglied des Leester Kleinbahnvereins ist und über die Dampflok und die Kleinbahn bestens Bescheid weiß. „Die Türen haben ihre ganz eigenen Kniffe“, erklärte Luis Heinrich dann auch wissend den Mitfahrern.

In Zukunft soll die neue Bahnstrecke laut Aussage von Gordon Doyen zunächst zweimal wöchentlich vom Güterverkehr genutzt werden. Gleichzeitig werde aber weiterhin die beliebte Kleinbahn Pingelheini auf der Strecke verkehren, versprach Doyen.

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