Wasser Studien: Neubildung von Grundwasser geht nicht zurück

Der Klimawandel führt zu teils drastischen Veränderungen in der Natur. Die Grundwasserneubildung scheint davon allerdings nicht betroffen zu sein. Dennoch könnte es künftig zu Problemen kommen.
06.12.2022, 15:57
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Die Neubildung von Grundwasser geht neuen Studien zufolge bis zum nächsten Jahrtausendwechsel nicht zurück. Das teilte das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) mit, das in Berechnungen bereits zu ähnlichen Erkenntnissen gekommen war. Für die Auswirkungen des Klimawandels sei das eine gute Nachricht, doch es gebe einen Haken, sagte LBEG-Sprecher Eike Bruns.

Den Angaben nach sinkt die Grundwasserneubildung in den Sommermonaten aufgrund von Dürren und zurückgehender Niederschlagsmengen. Zudem seien viele Pflanzen aktiv und die Verdunstung hoch. Das würde allerdings durch eine Zunahme bei Niederschlägen im Winter ausgeglichen. Möglicherweise komme es durch die Winterniederschläge sogar zu einer leichten Zunahme bei der jährlichen Neubildung von Grundwasser. Allerdings: Ohne Änderungen beim Wassermanagement wird die Grundwassermenge in den kommenden Jahren wohl dennoch abnehmen.

Denn oft komme Regenwasser im Winter nicht in den Grundwasserreservoirs an. Durch die Kulturlandschaft seien viele Böden in flachen Regionen entwässert. Der zusätzliche Winterniederschlag könne deshalb nicht versickern, erklärte das LBEG. In Niedersachsen seien davon vor allem Marschlandschaften in Küstennähe und Flussniederungen betroffen. Zudem brauchen Landwirtschaft und Industrie im Sommer viel Wasser, gerade bei Dürren.

Es brauche deshalb Anpassungen, um den Winterniederschlag aufzufangen. Auch ein nachhaltiger Umgang mit Wasser im Sommer sei nötig. Das Landesamt will etwa mit dem Projekt „Klibog“ Konzepte zur künstlichen Grundwasseranreicherung für Kommunen entwickeln.

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