Diskotheken in der Corona-Krise

Tanzen mit Maske - für Club-Betreiber denkbar

Tanzen mit Maske? Viele Betreiber von Clubs und Diskotheken können sich das vorstellen. Ihr Bundesverband hat dazu eine klare Forderung.
20.10.2020, 15:42
Lesedauer: 2 Min
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Die Clubs in Deutschland kämpfen wegen der Corona-Zwangspause ums Überleben - viele Betreiber können sich deswegen eine Maskenpflicht beim Tanzen vorstellen. Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT) fordert zugleich eine klare Öffnungsperspektive für das Nachtleben.

Auch Wegekonzept, Lüftung, gegebenenfalls bezahlbare Schnelltests - darüber wolle man mit der Politik diskutieren. „Eine Maskenpflicht auf der Tanzfläche ist zwar nicht ideal, aber wir sollten es auch nicht ausschließen“, sagte BDT-Geschäftsführer Stephan Büttner vor dem Branchentreffen Club Convention der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag).

Die Jugend werde sich trotz Pandemie über die Wintermonate nicht einsperren lassen, meinte Büttner. „Dann verlagern sich die Feiern in private Räumlichkeiten. Für das Infektionsgeschehen ist das gefährlicher als die Feier im Club. Wir wollen einen Dialog, um auszuloten, unter welchen Bedingungen eine Wiedereröffnung möglich wäre.“

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Zudem seien weitere Corona-Hilfen für die Branche notwendig. Dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) angekündigt hat, die Überbrückungshilfen für die Veranstaltungsbranche verlängern zu wollen, sieht Büttner positiv. Die Fixkosten müssten aber zu 100 Prozent übernommen werden.

Auch sei ein Unternehmerlohn für Clubbetreiber notwendig. Selbst wenn Betriebe wieder öffnen dürften, sieht der Verband die Gefahr von Insolvenzen nicht gebannt: „Es braucht ein Konjunkturprogramm, um der Branche einen Anschub zu geben.“

Der Dachverband der Berliner Clubs hält die diskutierte Maskenpflicht für eine Zwischenlösung, sofern der Raum ausreichend belüftet wird. „Da aber Abstandsregeln schwer einzuhalten sind, erhoffen wir uns einen zusätzlichen Schutz durch Schnelltests“, erklärte der Sprecher der Clubcommission, Lutz Leichsenring, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. „Wir arbeiten aktuell daran, Testbereiche in Nachtleben-Hotspots einzurichten.“

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Die Berliner Clubs sind seit Monaten in der Corona-Zwangspause und kämpfen ums Überleben, sie sehen sich zu Unrecht in der Rolle des Sündenbocks in der Pandemie. Manche haben ihre Außenflächen geöffnet.

In Berliner Clubs wurde seit den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen im Juli ein Ausbruch mit acht Virusfällen bekannt. Das geht aus einer parlamentarischen Anfrage hervor. Auch die Berliner Grünen sehen die Clubs vor diesem Hintergrund zu Unrecht als Verantwortliche für die steigenden Infektionszahlen abgestempelt. (dpa)

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