Schifffahrt Verdi und Hafenbetriebe setzen Tarifgespräche fort

Acht Verhandlungsrunden haben Seehafenbetriebe und Verdi bislang vergeblich um einen neuen Tarifvertrag gerungen. Das Ergebnis: Heftige Warnstreiks wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bis zu einer Einigung wird es voraussichtlich noch dauern.
09.08.2022, 17:45
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Von dpa

Die festgefahrenen Tarifgespräche zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Seehafenbetrieben gehen am Mittwoch (10.00 Uhr) in die neunte Runde. Knapp vier Wochen nach dem 48-stündigen Warnstreik der Hafenarbeiter und einer zwischenzeitlichen neuen Verhandlungsrunde treffen sich die Tarifparteien abermals online, um Lösungswege für den Tarifkonflikt auszuloten.

In dem festgefahrenen Streit beharrte Verdi zuletzt angesichts der hohen Inflation von derzeit knapp acht Prozent auf einer Sicherung der Reallöhne für alle Beschäftigten. Die Gewerkschaft war mit einem Forderungspaket in die Verhandlungen gegangen, das nach Verdi-Angaben in der Spitze Lohnerhöhungen von bis zu 14 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten bedeutet.

Auf dem Tisch liegt aktuell ein vor rund einem Monat präsentiertes Angebot der Arbeitgeber - bei allerdings 24 Monaten Laufzeit - mit 12,5 Prozent für die Containerbetriebe und 9,6 Prozent für konventionelle Betriebe. Für „Beschäftigungssicherungsbetriebe“ mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Sanierungstarifvertrag taxiert der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) das Angebot auf 5,5 Prozent. Die Arbeitgeber hatten ihr nachgebessertes Paket als „final“ bezeichnet.

Unmittelbaren Einigungsdruck haben beide Seiten am Mittwoch allerdings noch nicht. Es gibt bereits einen Termin für eine zehnte Verhandlungsrunde am 22. August. Bis dahin sind nach einem vor dem Hamburger Arbeitsgericht geschlossenen Vergleich weitere Warnstreiks ausgeschlossen.

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