Europa statt Strache

Viel Aufmerksamkeit für Böhmermann-Video

Jan Böhmermanns Video dreht sich nicht etwa um die Regierungskrise in Österreich, sondern um Europa. Viel Aufmerksamkeit bekommt es dennoch.
23.05.2019, 10:50
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Viel Aufmerksamkeit für Böhmermann-Video

Erhält viel Lob für den Clip: Jan Böhmermann.

Sven Hoppe/dpa

Um die Regierungskrise in Österreich dreht sich Jan Böhmermanns neues Video zwar nicht, bekommt aber trotzdem viel Aufmerksamkeit. Es geht darin um Europa. In dem am Mittwochabend online gestellten Clip "Comedians for Worldpeace - Do they know it's Europe" ("Komiker für den Weltfrieden - Wissen sie, dass es Europa ist?") singt TV-Moderator und Grimme-Preisträger Böhmermann (38) im Wechsel mit Satirikern aus anderen europäischen Ländern von Portugal über Ungarn, Slowenien und den Niederlanden bis Finnland einen Song mit dem Refrain "Allein sind wir allein!".

Das Interesse an dem Videoclip war zeitweise so groß, dass es Serverprobleme gab. Auf Youtube wurde das Video bis zum Donnerstagvormittag mehr als 315.000 Mal aufgerufen.

In den Kommentaren auf Youtube gab es viel Lob für den Clip: "Statt Madonna hätten sie einfach dieses Video beim ESC abspielen müssen", heißt es dort etwa. Und auch: "Da atmen ein paar Österreicher aber auf." Denn in den Tagen vor der Veröffentlichung hatte es in den sozialen Medien immer wieder Spekulationen gegeben, ob Böhmermann in dem Video Details zum Hintergrund des brisanten Videos verraten würde, in dem der zurückgetretene Vizekanzlers und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache mit einer vermeintlichen russischen Investorin über Möglichkeiten der Zusammenarbeit redet. Das Video kannte Böhmermann schon vor der Veröffentlichung.

Am Montag hatte Böhmermann auf Twitter zu seiner Satireshow "Neo Magazin Royale" angekündigt: "Diese Woche haben wir sogar ein kleines Special vorbereitet!!!" Kurz darauf folgte ein Tweet mit einem Link. Beim Öffnen erschien ein Countdownfeld: Dort wurde die Zeit Sekunde für Sekunde rückwärts gezählt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem das "Comedians for Worldpeace"-Video am Mittwochabend online ging. Bis dahin war das Thema allerdings offen. (dpa)

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