Krankheit Breitet sich in China aus: Was wir über das Langya-Henipavirus wissen

In China greift wieder ein neuartiges Virus um sich, es gibt Parallelen zum Coronavirus. Diesmal sind wohl Spitzmäuse der Wirt. Was wir über das Langya-Henipavirus wissen.
10.08.2022, 10:16
Lesedauer: 1 Min
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Von Jan-Felix Jasch und Jörn Petring

Die Symptome erinnern an eine Corona-Infektion: Infizierte leiden an Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. In China wurde ein neuartiges Virus nachgewiesen, berichten Experten des Taiwan Centers for Disease Control. Dabei handelt es sich um das sogenannte Langy-Henipavirus (LayV).

Mindestens 35 Menschen hätten sich bereits infiziert. Das Virus trat vor allem bei Farmern auf, die zuvor in engem Kontakt mit Tieren standen. Das berichtet ein Team von Wissenschaftlern aus China, Singapur und Australien im Fachmagazin „New England Journal of Medicine“. Die Infektionen wurden demnach im Zeitraum zwischen Ende 2018 und Anfang 2021 entdeckt.

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Hinweise auf eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch seien bisher nicht gefunden worden. Von Todesfällen berichteten die Forscher nichts. Unter den 35 Patienten waren 26 ausschließlich mit LayV infiziert. Diese Patienten litten unter Symptomen wie Fieber, Müdigkeit, Husten und Muskelschmerzen. Bei einem Teil der Patienten gab es Hinweise auf Leber- und Nierenschäden. Bei Tests in Tieren wurde das Virus vorwiegend in Spitzmäusen entdeckt, wie die Forscher um Wei Liu vom Institute of Microbiology and Epidemiology in Peking berichten.

Das Virus sei wahrscheinlich tierischen Ursprungs und trete wohl nur sporadisch bei Menschen auf. Jedoch seien weitere Untersuchungen notwendig, um den Erreger und die damit verbundenen menschlichen Krankheiten besser zu verstehen.

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