"Menschen hautnah"

WDR räumt Fehler in drei Fernsehdokumentationen ein

Es erinnert ein wenig an den Fall Relotius: Beim WDR soll eine freie Mitarbeiterin nach Angaben des Senders gegen journalistische Standards verstoßen haben.
17.01.2019, 10:50
Lesedauer: 1 Min
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In drei Filmen der Dokumentationsreihe "Menschen hautnah" im WDR Fernsehen gibt es nach Angaben des Senders Fehler und Verstöße gegen journalistische Standards.

Eine Sprecherin des Senders betonte am Donnerstag in Köln jedoch, dass die Darstellungen - von diesen Ungenauigkeiten abgesehen - der Wahrheit entsprächen und nicht etwa gestellt seien. Die drei Produktionen stammen von derselben Journalistin, die als freie Autorin für den WDR arbeitet.

In den drei Sendungen tritt jeweils dasselbe Paar auf, aber unter unterschiedlichen Namen. Die Fehler beträfen Jahreszahlen und Altersangaben. Über den Fall hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet.

Die beiden Mitwirkenden sind nach Angaben des Senders über eine Komparsenvermittlung gewonnen worden. "Wir haben keine Anhaltspunkte, dass ihre Geschichten nicht stimmen", teilte der Sender am Donnerstag in Köln mit. Chefredakteurin Ellen Ehni stellte jedoch klar: "Diese Vorgehensweise ist für ein dokumentarisches Format wie "Menschen hautnah" nicht akzeptabel." Der WDR werde seine Qualitätssicherung an dieser Stelle verstärken.

In den Filmen berichten Menschen über ihre Beziehungen, etwa unter dem Aspekt "Vernunftehe" oder "Affären". Die Prüfung der betroffenen Filme dauere noch an. Eine Protagonistin habe der Redaktion inzwischen bestätigt, dass der Charakter der Beziehung korrekt wiedergegeben worden sei. (dpa)

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