Welt-Passwort-Tag

Das sind die beliebtesten Passwörter im Internet

Jeder weiß es: „123456“ ist als Passwort so unsicher wie „passwort“ oder andere simple Zeichenfolgen und Wörter. Trotzdem sind sie immer wieder unter den beliebtesten Passwörtern, wie eine Auswertung zeigt.
06.05.2021, 14:45
Lesedauer: 2 Min
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Das sind die beliebtesten Passwörter im Internet
Von Patrick Reichelt
Das sind die beliebtesten Passwörter im Internet

Die beliebtesten Passwörter können von Kriminellen oft in weniger als einer Sekunde geknackt werden.

123RF

123456 ist wie schon in den vergangenen Jahren das beliebteste Passwort im Internet. Das geht aus einer Auswertung von Nordpass hervor. Auf Platz zwei und drei sind ebenfalls einfache Zahlenfolgen. Besonders beliebt sind auch simple Wörter aus den Bereichen Sport und Unterhaltung, wie ein Blick auf die komplette Liste verrät. Für die Auswertung arbeitete das Digitalunternehmen Nordpass mit einer Sicherheitsfirma zusammen, die sich auf die Erforschung von Datenlecks spezialisiert hat.

Die Top 20 der meistgenutzten Passwörter 2020:

  1. 123456
  2. 123456789
  3. 12345678
  4. password
  5. 1234567
  6. 123123
  7. 1234567890
  8. 111111
  9. abc123
  10. 00000
  11. dragon
  12. iloveyou
  13. password1
  14. monkey
  15. target123
  16. 1g2w3e4r
  17. gwerty123
  18. zag12wsx
  19. tinkle
  20. gwerty

Die beliebtesten Passwörter können laut Nordpass von Kriminellen oft in weniger als einer Sekunde geknackt werden. Vor allem normale Wörter, Zahlenkombinationen oder Zeichenfolgen sollten bei der Wahl des Passworts vermieden werden, schreiben die Experten. Auch Passwörter, die persönlichen Daten basieren, sind unsicher.

Das Hasso-Plattner-Institut empfiehlt für ein sicheres Passwort folgende Kriterien:

  • Lange Passwörter über 15 Zeichen
  • Alle Zeichenklassen verwenden (Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen)
  • Keine Wörter aus dem Wörterbuch
  • Keine Wiederverwendung von gleichen oder ähnlichen Passwörtern bei unterschiedlichen Diensten
  • Verwendung von Passwortmanagern
  • Passwortwechsel bei Sicherheitsvorfällen und bei Passwörtern, die die obigen Regeln nicht erfüllen
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wenn möglich

Ob das eigene Passwort in einem Datenleck auftaucht, lässt sich mit dem „Identity Leak Checker“ vom Hasso-Plattner-Instituts überprüfen. Durch Eingabe der E-Mail-Adresse kann jeder prüfen, ob Identitätsdaten von ihm frei im Internet kursieren. Einen ähnlichen Service bietet auch die Plattform „Have I Been Pwned?“.

Obwohl sie immer mehr Geld für Sicherheit ausgeben, verzeichneten deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich besonders hohe Schäden, wie eine Umfrage des Spezialversicherers Hiscox ergab. „Es gab gerade im letzten Jahr mehr Schäden, vor allem aber auch deutlich teurere und deutlich kompliziertere Schäden“, sagte Hiscox-Cybermanager Ole Sieverding.

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Dabei stieg der Anteil der mindestens einmal von einer Cyberattacke betroffenen Unternehmen von 39 auf 43 Prozent, in Deutschland von 41 auf 46 Prozent. Die häufigste Folge eines Angriffs war ein Computervirus-Ausbruch.

Für Aufsehen sorgte zuletzt der Angriff auf die Computersysteme der Madsack-Mediengruppe. Mittlerweile hat sich auch das Landeskriminalamt Niedersachsen eingeschaltet. Erst im Dezember war die Funke-Mediengruppe Opfer eines schweren Hacker-Angriffs geworden, wodurch die Produktion der Zeitungen komplett lahmgelegt wurde. Die IT-Systeme mussten komplett runtergefahren und aufwendig bereinigt werden.

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