Tiefausläufer in der Region Wetterdienst warnt vor allem nordwestlich von Bremen vor Sturmböen

Die Menschen in Bremen und Niedersachsen müssen sich am Dienstag auf einen ungemütlichen Tag mit Wind und Sturm einstellen. Wie die Aussichten sind und warum der Oktober 2022 ein Rekordmonat war.
01.11.2022, 09:20
Lesedauer: 3 Min
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Wetterdienst warnt vor allem nordwestlich von Bremen vor Sturmböen
Von Sebastian Oldenborg

Es bleibt zwar weiterhin mild – dennoch müssen sich die Menschen in Bremen und Niedersachsen am Dienstag (1. November) auf einen eher ungemütlichen Tag einstellen. Der goldene Oktober der vergangenen Tage mit viel Sonnenschein ist vorbei, nun wird das Wetter wechselhafter. Am Dienstag bringt ein Tiefausläufer Niederschläge und viel Wind in die Region. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) komme es vor allem westlich der Weser und an der Küste zu stürmischen Böen, im Binnenland soll es weitestgehend bei Windböen um 55 km/h bleiben.

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Die amtliche Warnung vor Sturmböen erstreckte sich am Morgen über ein Gebiet von Meppen im Westen, über den Oldenburger Raum bis nach Bremerhaven. Betroffen war demnach die komplette Region nordwestlich von Bremen bis hoch zu den Küsten. Die Meteorologen warnen vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 55 km/h und 65 km/h. Im Freien sollen Menschen auf herabfallende Gegenstände wie Äste achten. Die Warnung galt zunächst bis 16 Uhr.

Wetter in Bremen und Niedersachsen: Aussichten für die kommenden Tage

In der Nacht zum Mittwoch soll der Wind allmählich nachlassen, und es wird Niederschläge geben. Das Temperaturniveau beträgt acht Grad, an den Küsten liegt die Temperatur bei zehn Grad. Am Mittwoch gibt es vor allem in den nördlichen Landesteilen bis hin zu den Küsten Schauer und auch kurze Gewitter. Nach Süden hin bleibt es freundlicher mit sonnigen Abschnitten. Die Temperatur ist weiterhin mit 15 Grad sehr mild.

In der Nacht zum Donnerstag wird es im Harz und im Wendland mit rund fünf Grad kühler, an den Küsten bleibt es mit zehn Grad noch zweistellig. Am Donnerstag ziehen in den westlichen Landesteilen viele Wolken auf, die Temperaturen erreichen 15 Grad. An der Küste weht ein böiger Südwind.

Oktober 2022 womöglich wärmster seit Messbeginn

Die milden Temperaturen kommen nicht von ungefähr. Der Oktober 2022 gehört nach bisherigen Daten des Deutschen Wetterdienstes mindestens zu den beiden wärmsten zehnten Monaten seit Aufzeichnungsbeginn. Nach aktuellem Stand gehen die Meteorologen von einem Durchschnittswert von 12,5 Grad aus, das entspricht dem Rekordwert aus dem Jahr 2001. In Niedersachsen verzeichneten die Wetterstationen im Oktober sogar eine Durchschnittstemperatur von 12,8 Grad, in Bremen von 13,0 Grad. 

Mit bundesweit 12,5 Grad Durchschnittstemperatur liegt der diesjährige Oktober um 3,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Periode 1991 bis 2020 beträgt die Abweichung 3,1 Grad.

Die höchsten Temperaturen in diesem Monat gab es am 28. Oktober mit sommerlichen 28,7 Grad in Müllheim bei Freiburg. Den tiefsten Oktoberwert meldete Karlshagen, östlich von Greifswald, am 20. Oktober mit minus 2,3 Grad. In Deutschland werden Temperaturen und Niederschläge seit 1881 kontinuierlich aufgezeichnet.

Oktober in Bremen und Niedersachsen: Wenig Regen, viel Sonne

Doch nicht nur auf dem Thermometer war der Oktober rekordverdächtig unterwegs. Auch in Sachen Niederschlag und Sonnenstunden gab es deutliche Ausreißer. In Niedersachsen fielen im Mittel mehr als 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – zwischen 1961 und 1990 waren es noch 56 Liter. Die Sonnenscheindauer stieg von 99 auf 150 Stunden.

Gleiches Bild in Bremen: Auch hier lag die Sonnenscheindauer bei knapp 150 Stunden. In der Referenzperiode waren es 98 Sonnenstunden. Mit einer Niederschlagsmenge von aufgerundet 25 Litern pro Quadratmetern war Bremen das zweittrockenste Bundesland nach Mecklenburg-Vorpommern, das mit 15 Litern pro Quadratmetern die trockenste Region war. Im Zeitraum von 1961 bis 1990 fiel in Bremen im Oktober-Durchschnitt mit 58 Litern pro Quadratmeter noch mehr als doppelt so viel Regen.

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