Maren Beneke über die Ryanair-Strategie

Zahlenspiel

Mit Ryanair ist nicht zu spaßen. Das hat man in der Vergangenheit auch in Bremen zu spüren bekommen: Weil die Luftverkehrssteuer eingeführt werden sollte, hat die Billig-Airline mal eben acht Ziele aus dem Flugplan gestrichen – ohne Rücksicht auf Verluste.
28.08.2015, 00:00
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Zahlenspiel
Von Maren Beneke

Mit Ryanair ist nicht zu spaßen. Das hat man in der Vergangenheit auch in Bremen zu spüren bekommen: Weil die Luftverkehrssteuer eingeführt werden sollte, hat die Billig-Airline mal eben acht Ziele aus dem Flugplan gestrichen – ohne Rücksicht auf Verluste.

Dieses aggressive Vorgehen ist genau das, was die irische Fluggesellschaft bis heute ausmacht. Wenn Ryanair-Chef O’Leary sich etwas in den Kopf gesetzt hat, passiert das in den meisten Fällen auch. Er will den Marktanteil seiner Airline in Deutschland von fünf auf 20 Prozent steigern? Kein Problem, dann werden eben die großen Flughäfen angesteuert, auf denen man bislang noch nicht präsent war – auch wenn damit ein kompletter Strategiewechsel einhergeht.

Bericht: Ryanair schafft Konkurrenz für Bremen

Das zeigt einmal mehr: Ryanair tut alles dafür, um weiter zu wachsen, um noch mehr Geld zu verdienen. Mit welchem Flughafen die Iren dieses Ziel letztendlich erreichen, ist ihnen egal. Wird Hamburg am Ende ein großer Erfolg und im Gegensatz zu Bremen ein übermächtiger Wettbewerber, dann wird die Fluggesellschaft anfangen zu rechnen – ob der City Airport dann als Basis bestehen bleibt, ist ein reines Zahlenspiel. maren.beneke@weser-kurier.de

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