Uwe Dammann zur Weserburg Zu viele offene Fragen

Kulturbehörde und Stiftungsrat des Museums Weserburg haben einen Kompromiss zur Finanzierung des Hauses gefunden. Endlich! Doch ist damit alles im grünen Bereich? Eher nicht.
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Kulturbehörde und Stiftungsrat des Museums Weserburg haben einen Kompromiss zur Finanzierung des Hauses gefunden. Endlich! Doch ist damit alles im grünen Bereich? Eher nicht. Zwar scheint der Betrieb des Museums gesichert, aber das heißt noch lange nicht, dass man genau weiß, wie und in welcher Form es am Teerhof weiter geht.

Dazu gibt es zu viele ungeklärte Fragen. Wie teuer wird die Sanierung des Gebäudes? Muss die Ausstellungsfläche drastisch reduziert werden? Und ganz außer Acht gelassen wird bei der aufgeregten Debatte über die Finanzierung für die Weserburg, dass insgesamt ein Masterplan für zeitgenössische Kunst fehlt. Die Stadt benötigt eine eindeutige Ausrichtung, wohin die Reise gehen soll.

Zukunft für die Weserburg

Wie viel Häuser für moderne Gegenwartskunst benötigt Bremen? Das müsste die zentrale Frage sein. Schließlich hat die Hansestadt mit dem Künstlerhaus, der Gesellschaft für aktuelle Kunst, der Städtischen Galerie sowie der Kunsthalle, die sich verstärkt mit zeitgenössischer Kunst beschäftigt, ein gutes Angebot. Will und kann man sich das in Zukunft noch leisten, oder müssen die einzelnen Häuser und ihre Auslastung gegeneinander abgewogen werden? Oder will man gar moderne Kunst als Standortfaktor im Stadtmarketing einsetzen? Bei der Beantwortung dieser Fragen wird und muss die Weserburg auch in Zukunft eine zentrale Rolle einnehmen. uwe.dammann@weser-kurier.de

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