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Fishtown Pinguins
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Außenseiter Bremerhaven mit starkem DEL-Saisonstart: 5:0 gegen Berlin

Mark Gogol 15.09.2019 0 Kommentare

Die Fishtown Pinguins haben am Sonntag das zweite Spiel des Wochenendes gewonnen (Archivfoto).
Die Fishtown Pinguins haben am Sonntag das zweite Spiel des Wochenendes gewonnen (Archivfoto). (Vasil Dinev)

Was für ein klasse Start ist den Fischtown Pinguins da in ihre vierte Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geglückt: Ihr erstes Heimspiel der neuen Spielzeit gewannen die Bremerhavener eindrucksvoll mit 5:0 gegen den Play-off-Viertelfinalisten Eisbären Berlin. Nach 120 Minuten Erstliga-Eishockey haben die Fischtown Pinguins damit noch keinen Gegentreffer zugelassen.

Der 1:0-Auftaktsieg am Freitag in Düsseldorf hatte schon für gute Stimmung gesorgt, die Pinguin-Fans fieberten dem ersten Heimspiel mit einiger Erwartungshaltung entgegen. Ausverkauft meldete die Eisarena also am Sonntagmittag, mit offiziell 4645 Zuschauern. Wobei im Vorverkauf bereits über 3000 Saisonkarten über den Tresen gegangen waren. Sein Kommen sollte keiner der Bremerhavener Anhänger bereuen. Taktisch höchst diszipliniert agierten die Gastgeber von der ersten Sekunde an und zeigten auf, welches Eishockey von ihnen in dieser Saison zu erwarten sein würde. Das Team von Trainer Thomas Popiesch überließ den Gästen zunächst die aktivere Rolle, brillierte aber durch gnadenlose Effektivität. Die Eisbären aus Berlin hatten im ersten Drittel mehr Scheibenbesitz, eroberten den Puck oft sehr schnell wieder  und setzten deutlich mehr Schüsse ab. Die Tore machten aber die Gastgeber.

Der Führungstreffer gelang Cory Quirk bereits nach 93 Sekunden im zweiten Versuch, nachdem Ross Mauermann zunächst noch am Berliner Torhüter Sebastian Dahm gescheitert war. Brock Hooton hatte bei dieser Aktion auch noch seinen Schläger im Spiel. Mit der Führung im Rücken und einem erneut starken Schlussmann Tomas Pöpperle im Tor überstanden die Pinguins alle Eisbären-Angriffe und auch zwei Strafzeiten. Das gelang den Gästen nicht, die zweite Bremerhavener Overtime nutzte Assistant-Kapitän Jan Urbas zum 2:0 für seine Farben (14.). Berlins Rechtsaußen Marcel Noebels drückte gerade mal 33 Sekunden die Strafbank wegen Hakens.

Der Souverän zwischen den Pfosten

Bei diesem zweiten Treffer der Gastgeber war Verteidiger Stefan Espeland der Vorlagengeber, der norwegische Nationalspieler ist von seinem grippalen Infekt wieder genesen. Mit etwas Glück hätten die Fischtown Pinguins ihre Führung sogar noch ausbauen können, doch Linksaußen Brock Hooton scheiterte mit einem Shorthander während einer Strafzeit für Kapitän Michael Moore am Berliner Schlussmann Sebastian Dahm.

„Wir hatten im ersten Drittel auch etwas Glück“, bilanzierte Pinguins-Coach Thomas Popiesch, „wir haben versucht, sauber zu stehen und nicht viel zuzulassen. Im zweiten Drittel haben wir dann besser gespielt, standen kompakter und haben in der Hektik auch kühlen Kopf bewahrt“. Die Pinguins blieben auch im zweiten Spielabschnitt Chef in der Eisarena. Auf Zuspiel von Rechtsverteidiger Patrick Jospeh Alber netzte Ross Mauermann am kurzen Eck  zum 3:0 ein. Er stand goldrichtig. In der Folge blieb das Muster dasselbe, nur die Anzahl der Strafzeiten erhöhte sich ordentlich. Mit viel Engagement und der souveränen Nummer 42 zwischen den Pfosten, Tomas Pöpperle, überstanden die Gastgeber die Berliner Überzahl-Spiele unbeschadet und sorgten gegen Ende des Drittels mit einem Doppelschlag bereits für die Entscheidung des Spiels.

Eine Bestleistung zum Saisonstart

Zunächst war es Justin Feser, der eine tolle Kombination über Carson McMillan und Alexander Friesen im Powerplay trocken abschloss (38.). Dann schoss Ross Mauermann auf Zuspiel von Cory Quirk 1:34 Minuten vor der Drittelsirene sogar das 5:0 und seinen zweiten Treffer des Tages. Die Eisbären Berlin, die mit einem 4:1-Heimerfolg über die Grizzlys aus Wolfsburg in die Saison gestartet waren, waren mürbe gespielt worden und entluden nun auch teilweise ihren Frust auf dem Eis.

Kein Wunder also, dass der entnervte Berliner Goalie Sebastian Dahm zu Beginn des Schlussdrittels seinem Youngster-Kollegen Maximilian Franzreb Platz machte. Er musste zwar den Puck nicht mehr aus dem Netz holen, aber ein Aufbäumen seiner Vorderleute konnte er auch nicht beobachten. Die Gastgeber brachten ihren Vorsprung souverän über die letzten 20 Spielminuten und durften sich anschließend von den jubelnden Pinguins-Anhängern feiern lassen. Besonders lautstark bejubelt wurde natürlich Tomas Pöpperle nach seinem zweiten Shut-out. Auch das Wort vom Spitzenreiter machte auf den Rängen die Runde.

Verständlicherweise freute sich Thomas Popiesch über den geglückten Saisonauftakt – zwei Spiele hintereinander zu Null hatte er in der DEL nach eigener Aussage noch nie gewonnen. „Ich freue mich für die Mannschaft über den optimalen Start. Jetzt müssen wir weiter arbeiten und Stabilität reinbekommen. Die Struktur in unserem Spiel ist da, auch wenn es heute eigentlich enger war als ein 5:0“, sagte der Pinguins-Trainer. 

++ Dieser Text wurde am 15. September um 18.22 Uhr aktualisiert. ++


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Leserkommentare
cklammer am 23.10.2019 09:05
Na, wir wissen ja, wie das geht: etwas gleichartiges wird ja am Weserstadion schon beim jedem Heimspiel von Werder umgesetzt.

Da wird ...
oharena am 23.10.2019 09:04
wen soll man jetzt mehr "lieben" - die Polizei, de Anschläge verhindert hat - oder die "lieben" Terroristen, die keine Anschläge verübt haben?