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Cube Loft der Fenster & Türen Welt als „Showroom des Handwerks“

13.07.2020

Besprechungsräume, Event-Bereich und Empfangs-Lounge dürfen von den Mietern verschiedener Handwerker-Sparten mitgenutzt werden.
Besprechungsräume, Event-Bereich und Empfangs-Lounge dürfen von den Mietern verschiedener Handwerker-Sparten mitgenutzt werden. (Fenster & Türen Welt)

Da ist doch noch massig Platz, denkt sich Jens Schriefer. Der Geschäftsführer der Fenster & Türen Welt lässt seinen Blick durch das Stuhrer Cubus-Center schweifen – und überlegt, was er mit der freien Fläche neben seiner Ausstellung anfangen könnte. Damals waren drei von vier Bereichen in dem rot-grauen Gebäude Im Meer 2 vergeben. Einer an die Meyerhoff-Küchenwelt, einer an die Fenster & Türen Welt, einer an deren Onlineableger, Türenheld.de. 

Start-Up-Atmosphäre

Fünf Präsentations-Kojen a 16 m² stehen für Klein- oder Einzelunternehmer des Handwerks zur Vermietung an.
Fünf Präsentations-Kojen a 16 m² stehen für Klein- oder Einzelunternehmer des Handwerks zur Vermietung an. (Fenster & Türen Welt)

650 leer stehende Quadratmeter – „da kam die Idee“, sagt der 53-Jährige und lädt in sein neues Cube Loft. Der Weg führt durch eine große, doppelflügelige, von metallischen Sprossen gezierte Glastür. In einen so hell wie freundlich gestalteten Raum, in die Atmosphäre eines Start-ups mit modernem Mobiliar und dem Charme einer industriellen Fertigungshalle. Ein „Showroom des Handwerks“ solle es sein, sagt Schriefer. Ein neues Büro für seine Mitarbeiter, Besprechungs- und Veranstaltungsräume, Sitzgelegenheiten, aber nicht zuletzt fünf Würfel, vier mal vier Meter groß. Fünf Klein- und Einzelunternehmer, die keine eigene Ausstellungsfläche haben oder sich im Umfeld anderer Sparten präsentieren möchten, finden dort Raum. Maler zum Beispiel, Garten- und Landschaftsbauer, Elektriker oder Installateure für Sanitär-, Heizungs-und Klimatechnik.

Krisenerprobt 

Jens Schriefer, Geschäftsführer der Fenster & Türen Welt aus Stuhr im Eingangsbereich des Cube Loft.
Jens Schriefer, Geschäftsführer der Fenster & Türen Welt aus Stuhr im Eingangsbereich des Cube Loft. (Fenster & Türen Welt)

Die Aufbruchsstimmung erinnert Schriefer an die Anfangstage der Fenster & Türen Welt, damals noch als Alleinmieter im Stuhrer Cubus-Center. Zum Jahreswechsel 2005/2006 aus der Insolvenz des Großhändlers Moderne Bauelemente heraus gegründet, erlebten Schriefer und sein damals 30-köpfiges, heute 70 Mitarbeiter zählendes Team direkt eine Finanz- und Wirtschaftskrise. Nun stellen das Coronavirus und seine Folgen die Stuhrer vor die nächste Herausforderung. Einst beim Vorgängerunternehmen in die Lehre gegangen, greift Schriefer allerdings auf eine knapp 40-jährige Erfahrung in der Bauelementebranche zurück. Und das Geschäft mit Haus- und Innentüren sowie Fenstern laufe, sagt der ausgebildete Groß- und Außenhandelskaufmann und diplomierte Betriebswirt. „Auf unserem Portal Türenheld.de ja ohnehin durchgängig“, ergänzt er.

Trends für Türen

Szenenwechsel. Etwa eine Handvoll Arbeitsplätze zur fachkundigen Beratung, rund herum mehr als 250 Produkte: Zahlreiche Türen und Fenster sowie eine Auswahl an Rollläden und Raffstoren – vieles in der Ausstellung ist montiert, sprich ausprobierbar. Dazu kommen Materialien zum Befühlen. „Der Trend geht zu weniger Türen im Haus, Stichwort: offene Küche“, erläutert der Fachmann. „Dafür steigt die Bereitschaft, in besondere Türen zu investieren, deutlich.“ Glastüren öffneten den Raum, aber auch zeitlos-glatte Modelle und gefräste, zum Beispiel mit Rillen versehene Exemplare seien im Innenraum immer angesagt. Der Topseller sei jedoch die geprägte Version. „Früher war sie noch verspielter, aber die skandinavische Landhaustür ist auch nach 35 Jahren gefragt wie eh und je.“

Naturbewusstes Unternehmen

In Sachen Fenster verkauft Schriefer vor allem die Gattung Kunststoff. „Hier treffen sehr gute technische Werte auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Aluminium-Holz-Fenster verbänden indes ein natürliches Gefühl innen mit einem pflege- und wartungsfreien technischen Produkt außen. Zum Holzfenster greife hingegen, wer sich naturbewusst orientiert. Das gelte insbesondere für die Haustür. „Die ist schließlich die Visitenkarte“, sagt Schriefer. Apropos Natur: 1250 Baumsetzlinge pflanzt die Fenster & Türen Welt demnächst auf Stuhrer Waldflächen. Das entspricht einer Spende in Höhe von 5000 Euro. Hintergrund: 2019 verkaufte die Firma 200 Haustüren –für jede spendet sie einen Anteil.


Leserkommentare
BreMan am 28.10.2020 15:26
Und die Moral von dieser tief Grünen Geschicht?

Dem Senat, dem glaube und vertraue ich lieber nicht
Norder_77 am 28.10.2020 15:21
Während Bremen noch diskutiert, sind andere schon ...