Motivation

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Immer in Bewegung

Wie jedes Jahr vergehen die sechs Wochen Sommerferien viel zu schnell. Und so beginnt schon wieder die Schule. Für einen erfolgreichen Start in das Schuljahr helfen Motivation und Struktur.
27.08.2021, 13:46
Lesedauer: 3 Min
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Immer in Bewegung
Von Anika Seebacher
Immer in Bewegung

Mit Schwung durchs Leben – mit ein paar Tricks klappt es mit der Motivation.

pixabay

Morgens klingelt der Wecker. Noch schnell ein Frühstück, dann geht es schon in die Schule. Am Nachmittag stehen meist Hausaufgaben und Hobbys auf dem Programm – und auch die Freunde sollen nicht zu kurz kommen. Schließlich fällt man wieder ins Bett. Ständig neue Situationen fordern ebenfalls Aufmerksamkeit – und Zeit. Ein wenig Routine hilft dabei, den Alltag im Blick zu haben. Wer eine gute Struktur in seine Woche bringt, beispielsweise mit einem übersichtlichen Plan, kann seine freie Zeit besser nutzen.

Schön ist es auch, wenn man – mit der Familie – regelmäßige Rituale hat und diese pflegt. Das soll nicht heißen, dass jeder Tag nach dem gleichen Muster abläuft. Wer zwischendurch spontan einen Ausflug unternimmt oder Neues ausprobiert, kann tolle Erfahrungen sammeln. Außerdem kommt Bewegung in den Alltag. Apropos: Sport ist ein guter Ausgleich zum Lernen. Wer sich ausreichend bewegt, der ist in der Regel zufriedener und kann sich auf die nächste Herausforderung freuen.

Gemeinsame Mahlzeiten

Essen ist mehr als reine Nahrungsaufnahme, um wieder Energie zu bekommen. Wer sich ausreichend Zeit nimmt, eine gesunde Mahlzeit in Ruhe zu essen, profitiert doppelt: Einerseits merkt man besser, wann man satt ist. Tipp: Ausgiebiges Kauen und die Gabel beiseite legen, können helfen. Andererseits hat man so die Gelegenheit, über Erlebnisse aus der Schule zu sprechen. Wer gemeinsam mit der Familie und Freunden am Tisch sitzt, hat sich viel zu erzählen. Daher gehören ablenkende Geräte wie Handys, Tablets und Co. nicht an den Esstisch. So hören sich alle aufmerksamer zu.

Spontanität

Neben allen Routinen darf man auch einmal aus dem Alltag ausbrechen, etwas Neues ausprobieren und spontane Unternehmungen machen. Das macht Spaß. Also, warum nicht einfach einmal ins Freibad fahren oder in den Park gehen? Außerdem sollte man Routinen von Zeit zu Zeit über­denken und an neue Situationen anpassen. Wenn du am Nachmittag lieber rausgehen möchtest, anstatt wie sonst ein Gesellschaftsspiel zu spielen, sollte das erlaubt sein. Sprecht in der Familie über eure Wünsche und Vorstellungen, damit am Ende alle auf ihre Kosten kommen.

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Anja Turleyski ist selbst sehr aktiv und hilft anderen, ebenfalls mehr Bewegung in ihrem Alltag zu integrieren.

Foto: Sportcoaching Bremen

Bewegung im Alltag

Es muss nicht gleich Joggen, ein Fußballturnier oder Krafttraining sein. „Es ist viel wichtiger, Bewegung in den Alltag zu integrieren“, sagt Anja. Experten empfehlen
zwischen 10.000 und 12.000 Schritte pro Tag. Der Sportcoach ergänzt: „Mindestens einmal täglich sollte man richtig ins Schwitzen kommen und den Puls in die Höhe treiben.“ Das rege den Fettstoffwechsel an. Anjas
Tipp: Die Treppe statt den Aufzug nehmen – am besten ohne Handlauf, dafür aber auch mal rückwärts. Wer am Abend merkt, dass er noch nicht ausreichend Schritte gemacht hat, kann eine kleine Challenge in der Familie ins Leben rufen. Dazu ein Glas randvoll mit Wasser füllen und dieses möglichst ohne große Verluste die Treppe herauf und hinab transportieren. Wer wieder unten angekommen ist, trinkt das Glas leer. Ein praktischer Nebeneffekt: So fällt es leichter, die empfohlene Flüssigkeitsmenge zu erreichen. Gewonnen hat derjenige, der am schnellsten und mit viel Wasser wieder am Start ankommt.

Bewegungspausen im Homeschooling

Auch wenn zunächst Präsenzunterricht in den Bremer
Schulen auf der Tagesordnung steht, die Pandemie ist noch nicht vorbei. Sollte es wieder zurück ins Homeschooling gehen, sind auch dort regelmäßig Bewegungspausen wichtig. Wer zwischendurch von seinem Schreibtisch aufsteht und körperlich aktiv wird, kann sich anschließend wieder besser konzentrieren und ist aufmerksamer. Auch das Sitzen selbst lässt sich dynamisch gestalten: im Schneidersitz vor dem PC sitzen, sich auf den Bauch legen, um zu lesen, oder im Stehen zuhören, sind nur einige Beispiele. „Probier einfach aus, was dir und deinem Körper gut tut.“

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Auch einfach mal abhängen ist in Ordnung.

Foto: AOK Mediendienst / Jochen Tack

Die Bewegungsbibliothek

In erster Linie kräftigt körperliche Betätigung Herz und Lunge. Außerdem werden die Knochen gestärkt und Muskeln trainiert. Daher ist es wichtig, aktiv zu sein und herumzutoben. Aber auch die Psyche profitiert von Bewegung, da sich die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit erhöhen. Außerdem macht Sport gute Laune. Das Gehirn wird dadurch neu programmiert, man wird in vielen Dingen geschickter. Wer jung anfängt, sich regelmäßig zu bewegen, bleibt auch im Alter fit und stark. „Das ist wie eine gute Bibliothek, die durch Bewegung angelegt wird“, erläutert Anja. Auf deren Inhalte kann man auch als Erwachsener später immer wieder zurückgreifen.

Zur Person

Anja Turleyski  ist Sportlerin aus Leidenschaft. Ihr Interesse an Bewegung begann der heute 46-Jährigen zufolge bereits in ihrer Kindheit. „Ich bin in der DDR aufgewachsen. Dort hatte ich viel Sportunterricht und infizierte mich daher mit dem Sportvirus“, erinnert sich Anja. Sie verarbeite auf diesem Weg ihre Gefühle. Dass die Gesundheitswissenschaftlerin heute Personaltrainings anbietet, geht auf eine Knieverletzung zurück. Damals kam sie über ihren Physiotherapeuten zum Sport im Fitnessstudio. Heute ist sie unter anderem als Sportcoach für die AOK Bremen/Bremerhaven tätig und motiviert Menschen zu einem gesunden und sportlichen Alltag. Der Kinderzeitung verrät sie ein paar Tipps für ein aktives Leben.

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