Explore Science in Bremen Wissenschaft zum Anfassen

An den Themen Informatik und Digitalisierung kommt niemand vorbei. In der vergangenen Woche standen die „Digitalen Welten“ bei der Wissenschaftsausstellung Explore Science im Mittelpunkt.
16.09.2022, 09:00
Lesedauer: 2 Min
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Wissenschaft zum Anfassen
Von Anika Seebacher

Bereits zum vierten Mal machte die interaktive Ausstellung der Klaus-Tschira-Stiftung in Bremen Station. Drei Tage lang bot sich den insgesamt 7500 Besuchern bei freiem Eintritt im Bürgerpark die Möglichkeit, sich mittels verschiedener Experimente und Workshops naturwissenschaftlichen ­Themen zu nähern. Das Motto „Digitale Welten“ stellte das Thema Informatik in den Vordergrund. „Damit kommen wir zurück zum Urgedanken der Stiftung“, sagte Beate Spiegel, Geschäftsführerin der Klaus-Tschira-Stiftung. Sie unterstrich, dass es „höchste Zeit“ gewesen sei, die Informatik mit naturwissenschaftlichen Aspekten zu präsentieren.

An insgesamt 21 Stationen gab es allerlei zu entdecken. So konnten die Schülerinnen und Schüler herausfinden, wie ein Computer arbeitet, was hinter einer Künstlichen Intelligenz steckt und wie der 3D-Druck funktioniert. In den weißen Zelten, die rund um den Marcusbrunnen aufgestellt worden waren, boten 18 lokale Partner-Institutionen aus den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung wie das Universum Bremen, die Universität Bremen, die Olbers-Gesellschaft und weitere Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften. Und überall stießen sie dabei auf reges Interesse der ­Schülerinnen und Schüler, aber auch bei den zahlreichen erwachsenen Besuchern.

Auf der Bühne spielte sich ein interessantes Rahmen­programm ab – mit wissenschaftlich und zugleich lustigen
Scienceshows und verblüffenden Versuchen, bei denen das Publikum häufig Teil der Vorführung wurde. Damit wurde Naturwissenschaft nicht nur erlebbar, sondern auch das Verhältnis dazu positiv beeinflusst.

Wie Beate Spiegel bereits in ihrer Begrüßung betont hatte, eignete sich die dreitägige Ausstellung für einen ausgedehnten Aufenthalt im Bürgerpark. „Ich kann keine Station empfehlen, sondern rate dazu, einfach alles auszuprobieren.“ ­Bereits im Vorfeld hatte sich das enorme Interesse gezeigt, als rund 350 Anmeldungen für die 30 Kurse eingingen. ­Ferner beteiligten sich 120 Kids an den spannenden Wettbewerben. „Insbesondere nach Corona suchen die Schulen nach außerschulischen Lernorten“, erklärte sich Alisa Koch von der Klaus-Tschira-Stiftung den guten Zuspruch.

Info

Digitalisierung

Wir leben im digitalen Zeitalter und die Digitalisierung betrifft nahezu alle Bereiche des Lebens. Aber was genau steckt hinter dem Begriff? In den vergangenen Jahren hat sich das Leben schnell gewandelt und zahlreiche Prozesse sind verbessert worden. Mehr Service, mehr Unterhaltung, mehr Hilfe im ­Alltag – und alles, weil Systeme verbessert sowie Daten schneller erfasst und umgesetzt werden. Ein stark vereinfachtes Beispiel: Früher brauchten Briefe mehrere Tage, bis sie vom ­Absender zum Empfänger zugestellt wurden. ­Heute ist eine Nachricht via Handy blitzschnell beim Gesprächspartner.

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