Interview „... bis das Rätsel gelöst ist“

Die Stadt Knuffingen liegt im Miniatur Wunderland in Hamburg. Dort passieren seltsame Dinge. Autor Gereon Klug spricht mit der Kinderzeitung über sein Buch und seine Arbeit als Autor.
01.07.2021, 09:58
Lesedauer: 2 Min
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„... bis das Rätsel gelöst ist“
Von Anika Seebacher

Herr Klug, Sie sind Autor, Tourmanager und Erfinder – was davon sind Sie am liebsten?

Gereon Klug: (lacht) Ja, stimmt, all das habe ich schon gemacht. Einen Favoriten habe ich dabei nicht. Am liebsten denke ich darüber nach, was als nächstes kommt.

Beschreiben Sie bitte das Buch in drei Sätzen. Was erwartet den Leser?

Gereon Klug: Tatsächlich ist es eine klassische Kinderbanden-Geschichte, in der es viel um Züge geht, weil es in Knuffingen spielt. Und dann passieren merkwürdige Ereignisse, die sich mit normalem Menschenverstand nicht erklären lassen...

Was macht die Beziehung der Hauptfiguren untereinander aus?

Gereon Klug: Die Hauptfiguren sind die Familie Hinderthür, von denen die Eltern in verschiedenen Funktionen bei der Eisenbahn arbeiten. Hinzu kommen deren drei Kinder und das Nachbarskind Pi. Sie ist superschlau und kann alles ausrechnen – sogar das, was man nicht ausrechnen kann. Alle halten fest zusammen, um das Geheimnis ihrer Modelleisenbahn zu hüten. Nur gemeinsam können sie das große Rätsel lösen. Dann haben wir noch einen Flughafenchef, der sich seltsam verhält, zwei sibirische Schneepflugzugführer und einen mysteriösen Menschen, der mehr weiß als unsere Helden.

Wie viel Fantasie und wie viel Realität stecken in Ihrem Buch?

Gereon Klug: Also es gibt Züge aus aller Welt im Buch, autobiografische eher weniger. Aber ich mag Züge sehr gerne. Mit einer Draisine nachts auf stillgelegten Schienen zu fahren, war auch schon mal mein Traum, denn dann wäre ich Zugführer, Schaffner und Bistrochef in einem.

Der zweite Band ist für September 2021 vorgesehen – wie viele Teile sind aktuell geplant?

Gereon Klug: Wir hören erst auf, wenn das Rätsel gelöst ist und wir auch ein bisschen rumgekommen sind. Das kann also dauern.

Wie sieht der Alltag eines Autoren aus?

Gereon Klug: Ich schreibe eine Seite vor der nächsten. Das hat sich als sinniges Prinzip erwiesen. Kaffee gehört unbedingt dazu, ist doch ein Manuskript ohne Kaffeetassenränder bei Ebay viel weniger wert!

Zur Sache

Ein Ausflug nach Knuffingen

Knuffingen ist nicht nur die Hauptstadt des Miniatur Wunderlandes
in Hamburg, sondern auch die Hauptstadt der Herzen. In
dem idyllischen Städtchen leben und arbeiten 10.000 Einwohner.
In der facettenreichen Welt sind der Zugverkehr und das Bergwerk
von großer Bedeutung. Allerdings hat Knuffingen ein Problem: Der
Feuerteufel hält die Mitglieder der Feuerwehr regelmäßig in Atem.


Die Fantasiestadt Knuffingen ist eine von drei „Gründungsmitgliedern“
des Miniatur Wunderlandes und ist 2000/2001 in rund 28.000 Stunden Bauzeit entstanden. Die Erlebniswelt selbst geht
auf die Idee der Brüder Frederik und Gerrit Braun zurück. Eröffnet
wurde die Ausstellung am 16. August 2001. In den vergangenen
Jahren haben rund 1,4 Millionen Besucher die weltgrößte Modelleisenbahnanlage und eine der erfolgreichsten Ausstellungen Europas besucht.


Weitere Informationen zum Miniatur Wunderland Hamburg und
zu den aktuellen Regelungen beziehungsweise Öffnungszeiten gibt
es im Internet.

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