Kinderreporter-Interview „Mit dem Pony konnte ich mich nie anfreunden“

Aktuell läuft der Kinofilm „Mein Lotta-Leben – Alles Tschaka mit Alpaka“. Unsere Kinder­reporterinnen Mina und Dilba (beide zehn Jahre alt) haben Hauptdarstellerin Meggy Hussong zum Online-Interview getroffen.
26.08.2022, 10:00
Lesedauer: 4 Min
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„Mit dem Pony konnte ich mich nie anfreunden“
Von Felicitas Schwanemann

Dilba: Hallo Meggy, ist bei dir im Alltag auch so viel los wie bei Lotta?
Meggy Hussong: (lacht) Nicht so ganz. Bei mir ist zwar auch sehr viel los, ich habe viele Hobbys neben der Schule, aber so turbulent wie bei Lotta ist es dann doch nicht. Zum Glück!

Mina: Was hat dir denn beim Filmdreh am besten gefallen?
Meggy Hussong: Ganz viel! Das fing schon in den ersten Tagen, als man alle wiedergesehen hat! Dieses Abenteuer gemeinsam zu erleben, das war klasse. Ich kannte ja viele schon aus dem ersten Kinofilm „Mein Lotta-Leben – Alles Bingo mit Flamingo“ von 2018. Überhaupt war es super, die Zeit mit den anderen zu verbringen – nicht nur am Set, sondern auch nachmittags beim Spazieren nach dem Dreh. Das waren richtig tolle Wochen!

Dilba: Wo waren denn die Drehorte für den Film?
Meggy Hussong: Die waren in Köln und Brühl – in der Nähe vom Phantasialand. Das ist so ein toller Freizeitpark, den kennt ihr bestimmt. Und wir haben auf Amrum gedreht, der wunderschönen Nordseeinsel.

Mina: Im Film gibt es eine Szene, da musst du dich im Bus übergeben. Wie wurde das denn gemacht? Das war doch nicht echt, oder?
Meggy Hussong: Nein, das stimmt. Beim Film tricksen wir ja immer ganz gerne. Bei der Szene hatte ich eine Strickjacke an. Es war damit zwar extrem heiß im Bus, aber in der Jacke war ein Schlauch versteckt. Der Schlauch hing an einer Art Wärmflasche, die mit Porridge (Anmerkung der Redaktion: englisch für Haferflocken) gefüllt war. Der Schlauch ging also von der Flasche über meinen Rücken und die Schultern in den Ärmel der Strickjacke und das Ende hatte ich versteckt in der Hand. Als es so weit war, habe ich mit dem Ellenbogen die Wärmflasche gedrückt und schon kam das eigentlich sehr leckere Porridge rausgeschossen. Das sah ganz schön eklig aus.

Dilba: Im Film ist Chayenne deine beste Freundin. Bist du auch im echten Leben mit Yola Streese, der Schauspielerin von Chayenne, befreundet?
Meggy Hussong: Ja, auf jeden Fall. Wir haben uns mit allen richtig gut verstanden. Wir kannten uns ja schon aus dem ersten Teil und hatten auch nach dem Dreh noch viel Kontakt. Und gerade waren wir zusammen im Urlaub in Bayern.

Mina: War der erste Teil von „Mein Lotta-Leben“ dein erster Film?
Meggy Hussong: Ja, das war mein erster Kinofilm und auch meine erste Erfahrung vor der Kamera – aber nicht meine erste Schauspielerfahrung. Seit ich mich erinnern kann, schauspielere ich schon in Theater AGs oder in Musical-Gruppen oder im Chor. Das war immer ein Teil von meinem Alltag. So bin ich auch vor fünf Jahren zur Musicalschule „Stage up“ in Kiel gekommen. Darüber kam dann die Anfrage zum ersten Teil von „Mein Lotta-Leben“, worauf ich mich dann beworben habe – und angenommen wurde!

Dilba: Wie hat denn deine Klasse reagiert, als du ihnen erzählt hast, dass du in einem Kinofilm mitspielst?
Meggy Hussong: Also, es gab jetzt nicht die Situation, dass ich mich vor die Klasse gestellt habe und allen erzählt habe, dass ich bald im Kino zu sehen sein werde (lacht). Aber natürlich habe ich es meinen Freundinnen erzählt und es hat sich dann relativ schnell rumgesprochen. Meine Freunde haben auch total cool reagiert. Sie haben sich natürlich für mich gefreut, aber es wurde nicht zu einem riesen Thema. So haben wir einfach ganz normal weitergemacht. Klar, es gibt immer ein paar Leute, die vielleicht ein bisschen neidisch sind, aber in meinem näheren Umfeld war das zum Glück niemand.

Mina: In beiden Filmen hast du ja eine echt auffällige Frisur. Lässt du dir die Haare jetzt wieder lang wachsen?
Meggy Hussong: Das sieht man, oder? Wobei die Kürze der Haare gar nicht so das Problem für mich war. Das war eher der Pony. Der war ja schon sehr, sehr kurz. Mit dem konnte ich mich nie richtig anfreunden. Den habe ich nach den Filmen immer sofort wachsen lassen und jetzt hat er schon eine angenehme Länge, so dass ich ihn gut im Zopf einbinden kann. So sieht man ihn nicht mehr jeden Tag und das ist auch gut so. In meiner Freizeit wurde ich deshalb auch sehr viel später von Außenstehenden erkannt. Wenn wir etwa in der Schauspielgruppe nach dem Dreh unterwegs waren, wurde immer erst irgendjemand anderes von uns erkannt. Erst ganz zum Schluss haben die Leute dann gemerkt, dass ich die Lotta aus dem Film bin.

Dilba: Hast du einen Lieblingsfilm?
Meggy Hussong: Ich habe zusammen mit einer guten Freundin den Film „I still believe“ (Anmerkung der Redaktion: englisch für „Ich glaube immer noch“) geguckt. Der beruht auf einer wahren Begebenheit und war total schön und berührend. Der bleibt mir immer im Hinterkopf. Aber genauso liebe ich den Musicalfilm „Greatest Showman“ (Anmerkung der Redaktion: englisch für „Der größte Schausteller“). Der zählt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfilmen.

Mina: Im Film spielen ja auch viele Tiere mit. Hast du denn ein Haustier?
Meggy Hussong: Ja, ich habe vier Kaninchen. Und zwei davon sind tatsächlich vom Set aus dem ersten Teil dazugekommen. Ich hatte schon zwei Zwergkaninchen und als wir dann den ersten Teil gedreht haben, war das Set voll mit Kaninchen. Ursprünglich sollten es laut Drehbuch 101 sein, aber so viele waren es dann am Ende doch nicht. Auf jeden Fall ermutigte die Regisseurin mich, zwei davon mit nach Hause zu nehmen – was ich dann auch tat. Als dann das Drehbuch zum zweiten Teil „Mein Lotta-Leben – Alles Tschaka mit Alpaka!“ kam, hat meine Mutter gleich gemeint, ich dürfte aber dieses Mal kein Alpaka mit nach Hause bringen! (lacht)

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