Nachhaltigkeit

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Heute schon an Morgen denken

Immer mehr Menschen verzichten auf Plastik, vermeiden Kurzstrecken bei Flügen und fahren lieber Bahn statt mit dem Auto. Der Fleischkonsum nimmt ab und der regionale Einkauf sowie Unverpackt-Läden sind gefragt.
01.07.2021, 10:47
Lesedauer: 3 Min
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Heute schon an Morgen denken
Von Anika Seebacher
Heute schon an Morgen denken

Um den Klimawandel aufzuhalten und Flora und Fauna zu retten, müssen alle Menschen mit anpacken.

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All diese Entscheidungen werden im Sinne der Nachhaltigkeit getroffen. Doch was bedeutet das? Der Begriff Nachhaltigkeit kommt aus der Forstwirtschaft. Dort beschreibt er die Tatsache, dass nicht mehr Bäume gefällt werden dürfen als nachwachsen beziehungsweise neu angepflanzt werden. So will man dafür sorgen, dass mehrere Generationen den Wald nutzen können. Inzwischen ist Nachhaltigkeit in vielen anderen Lebensbereichen und vor allem in der Wirtschaft wichtig. Das Prinzip beschreibt heute einen Weg, um das Gleichgewicht zu halten. Damit sich alles nach diesem Prinzip entwickelt, müssen bestimmte Regeln eingehalten und der Umweltschutz geachtet werden. Nachhaltigkeit kann nur von vielen Menschen gemeinsam erreicht werden, damit die junge Generation die gleichen Chancen bekommt wie die ältere.

Was kannst du tun?
Um dein Leben nachhaltiger und umweltbewusster zu gestalten, musst du nicht alles auf den Kopf stellen. Schon mit kleinen Veränderungen lässt sich etwas bewirken. Hier ein paar Vorschläge:

  • Nachhaltig Einkaufen: Achte bei deinem nächsten Einkauf auf die Verpackungen der Lebensmittel. Häufig sind diese nämlich gar nicht nötig.
  • Strom sparen: Handy, Fernseher, Laptop und Co. benötigen Strom. Aber sie müssen nicht dauerhaft an der Steckdose angeschlossen sein. Nutze den Akku dieser Geräte und mache den Stand-by-Modus des TV-Geräts aus.
  • Unterwegs: Nutze häufiger das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn. Im Gegensatz zum Auto werden bei diesen Fortbewegungsmitteln keine oder weniger klimaschädliche Gase (unter anderem Kohlenstoffdioxid) ausgestoßen.

Nachhaltigkeit in Bremer Unternehmen

Nachhaltigkeit betrifft alle Menschen. Schließlich möchten sie in einigen Jahren noch in einer gesunden und schönen Welt leben – und auch den Kindern dazu eine Chance geben. Daher setzen sich zahlreiche Unternehmen in Bremen dafür ein, wirtschaftlichen Erfolg, soziale Verantwortung und Rücksicht auf die Umwelt zu verbinden. Nachfolgend ein paar Beispiele für den betrieblichen Umwelt- und Klimaschutz:

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Zahlreiche Bremer Unternehmen engagieren sich für den Natur- und Klimaschutz.

Foto: Collage: Seebacher / Fotos: Sparkasse Bremen/Bahlo, Tom Wesse, Uni Bremen/Ihle, Seebacher

Die Sparkasse Bremen ist im November 2020 in ihre neue Hauptstelle im Technologiepark in der Nähe der Universität eingezogen. Das fünfgeschossige Gebäude steht aufgrund seiner Bauart für den Ressourcen- und Klimaschutz. Außerdem befindet sich auf dem Dach eine Solaranlage. Die Sparkasse nutzt im Alltag 100 Prozent Ökostrom aus der Region. Durch Maßnahmen wie einen geringeren Papierverbrauch oder weniger Verpackungsmüll verringert die Sparkasse Bremen auch ihren übrigen Ressourcenverbrauch. Ihr nachhaltiges Handeln stellt die Sparkasse Bremen nachvollziehbar und offen dar und lässt sich regelmäßig bewerten.

Von der Entwicklung über die Fahrzeugproduktion bis zu umweltfreundlichen Konzepten: Bei Mercedes-Benz wird Nachhaltigkeit großgeschrieben. So werden nicht nur elektrische Fahrzeuge gebaut. Im Bremer Werk wird viel dafür getan, die Umwelt zu schützen. Zum Beispiel sparen die Mitarbeiter Wasser und Papier und versuchen, weniger Müll anzuhäufen. Auch beim Verbrauch von Strom, Wärme und Erdgas sinken die Zahlen. Viele Werke, darunter auch Bremen, beziehen Strom aus erneuerbaren Quellen. Außerdem schafft das Unternehmen Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Wildblumenwiesen anstatt Rasen helfen nicht nur der Umwelt, sondern bedeuten weniger Arbeit. Auf dem Gelände gibt es außerdem Nistkästen, rund 50.000 Bienen sowie Insektenhotels.

Beim WESER-KURIER , wo auch die Kinderzeitung entsteht, gibt es verschiedene Aspekte, die für Nachhaltigkeit sorgen. Bei der Druckerchallenge etwa sind seit zwei Jahren alle Mitarbeiter dazu angehalten, weniger zu drucken. Seit Beginn wurden die Druckkosten halbiert und die Zahl der Farbausdrucke geviertelt. Geräte werden zudem länger benutzt, als ihre Lebensdauer vorsieht. Mit dem Leihfahrrad-System WK-Bike setzt sich der WESER-KURIER zudem im Umweltschutz ein und animiert Menschen dazu, häufiger das Rad zu nutzen. Der Bremer Zeitungsverlag ist außerdem seit mehr als 20 Jahren bei der Umwelt- und Nachhaltigkeitsaktion „Bremen räumt auf“ dabei.

Die Uni Bremen setzt sich seit vielen Jahren für den Umwelt- und Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit ein. In der Klima- und Umweltforschung gehört sie weltweit zu den führenden Hochschulen. Ihr Wissen geben die Mitarbeitenden an ihre Studierenden weiter. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es Angebote, wie etwa bei der Kinder-Uni. Die Klima-Universität bezieht ihren gesamten Energiebedarf aus Ökostrom. Auf den Gebäuden erzeugen die Mitarbeiter außerdem Solarstrom mit Fotovoltaikanlagen. Zudem gibt es eine Naturschutzgruppe, die sich darum kümmert, dass auf dem Gelände verschiedene Pflanzen wachsen. Viele junge Leute sind in Bremen auch bei der Klimabewegung Students for Future aktiv.

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