Werder-Einlaufkids Ein Traum wird Wirklichkeit

Einmal an der Hand eines Werderprofis ins Weserstadion einlaufen ist für viele Kinder ein ­großer Wunsch. Die Kinderzeitung hat ihn für elf Leser ermöglicht. Sie durften am 13. August beim Spiel dabei sein.
19.08.2022, 10:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Anja Semonjek

Werder spielt wieder in der Ersten Liga! Tausende Fans haben auf den vergangenen Samstag, 13. August, hingefiebert, das erste Heimspiel im Weserstadion der Saison stand an. Doch noch mehr haben sich elf Kinder gefreut: Sie konnten dieses Spektakel hautnah als Werder-Einlaufkids miterleben. Die Gewinner der Kinderzeitung liefen an der Hand der Werder-Startelf auf das Feld ein.

„Das war das Coolste, was ich je erlebt habe“, sagte Finlay, kurz nachdem er den Torwart Ji?í Pavlenka begleitet hat. Fünf Mädchen und sechs Jungen – alle zwischen sechs und neun Jahre alt und echte Werder-Fans – waren die diesjährigen Einlaufkinder. Während der Corona-Pandemie war es zwei Jahre lang verboten, den Spielern die Hände zu reichen und mit ihnen das Stadion zu betreten. Nun dürfen die Kinder aber endlich wieder mitlaufen.

Allerdings mussten die Mädchen und Jungen am Spieltag zuerst Geduld beweisen: Zwei Mitarbeiterinnen von Werder empfingen sie vor dem Stadion und erklärten ihnen den Ablauf. Gegen 14 Uhr marschierten die Kinder dann in die Umkleidekabine. Diese befindet sich unterhalb des Stadions. Dort zogen sie neue Trikots, Sporthosen und Socken an – alles Geschenke von Werder, die die Kids behalten durften!

Dann hieß es Abwarten: 15.30 Uhr begann das Spiel. „Ich möchte am liebsten mit Pavlenka oder Friedl einlaufen“, erklärte Till in der Umkleidekabine. Jedoch wusste noch keines der Kinder, an wessen Hand es laufen wird. Endlich – jetzt war es so weit! Ab ging`s nach oben, auf das riesige Fußballfeld. Hier liefen sich die Werder-Spieler noch warm. Danach stellte sich jeder Kicker neben eines der Kinder. Ganz vorne stand der neue Kapitän Marco Friedl zusammen mit dem neunjährigen Jannik. Hintereinander begleiteten die Kinder die Spieler zur Mitte des Feldes. Als der Startschuss fiel, beginnt die Partie Werder Bremen gegen den VfB Stuttgart.

Nach ihrem Auftritt stürmten die Einlaufkids runter vom Fußballfeld. „Ich hatte Duksch – einer der drei, die ich wollte“, rief Ronja. Die siebenjährige Naomi war glücklich darüber, mit Füllkrug gelaufen zu sein. Sie spielt selbst seit zwei Monaten Fußball. Jannik hat sich sogar kurz mit den Stars unterhalten. Der Schüler fragte Pavlenka: „Du lässt heute keinen Ball durch, oder?“, woraufhin der Torwart antwortete: „Mach‘ ich.“ „Die Spieler sind voll korrekt“, urteilte Jannik.

Alle Kinder freuten sich darauf, das Spiel von ihren reservierten Plätzen zusammen mit ihren Begleitpersonen zu sehen. Sie machten es sich auf der Tribüne in der Westkurve gemütlich. Von dort verfolgten sie gespannt das Spiel, in dem viele Tore fielen: Zwei für Stuttgart und zuerst nur eines für Werder. Doch dann, in der allerletzten Spielminute, der 95., schaffte es die Werder-Elf: Oliver Burke schoss den Ausgleich zum 2:2. Die Grün-Weißen gingen mit einem Unentschieden aus dem Spiel – das war knapp!

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