Umfrage 44 Prozent der Briten für Titel-Entzug von Harry und Meghan

Der Herzog und die Herzogin von Sussex wollen sich den Spielregeln im britischen Königshaus nicht länger beugen - und ziehen ihre Konsequenzen. Vor allem älteren Menschen gefällt das gar nicht.
18.05.2021, 15:28
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

London (dpa) - Nach den jüngsten Vorwürfen von Prinz Harry (36) gegen das Königshaus plädiert fast die Hälfte der Menschen in Großbritannien dafür, dem Queen-Enkel und seiner Ehefrau Herzogin Meghan (39) die royalen Titel zu entziehen.

In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov stimmten 44 Prozent von 4567 Erwachsenen zu, dass das Paar nicht länger die Bezeichnung Herzog und Herzogin tragen solle.

Vor allem ältere Menschen waren dieser Meinung: In der Altersgruppe von 50 bis 65 Jahren votierten 55 Prozent für den Titelentzug, über 65-Jährige sogar zu 59 Prozent. Bei den 18- bis 24-Jährigen war es hingegen nur jeder Fünfte (20 Prozent), mehr als jeder Vierte (27 Prozent) meinten, dass sie ihre Titel weder verlieren noch aufhören sollten, sie zu nutzen.

Harry hatte vor wenigen Tagen in einem Podcast gesagt, sein Vater, Thronfolger Prinz Charles, habe das eigene Leiden auf seine Kinder übertragen. «Er hat mich so behandelt wie er selbst behandelt wurde», sagte Harry. Das wurde auch als Angriff auf seine Großmutter Queen Elizabeth II. (95) und deren kürzlich gestorbenen Prinz Philip gewertet. Bereits vor einigen Wochen hatten Harry und Meghan unter anderem mit Rassismusvorwürfen gegen den Palast für Aufsehen gesorgt.

Das Paar feiert an diesem Mittwoch seinen dritten Hochzeitstag. Es wird erwartet, dass die beiden die sogenannte Lederne Hochzeit in privatem Rahmen in ihrer Wahlheimat Kalifornien begehen, wo sie seit gut einem Jahr mit Sohn Archie (2) leben. Im Sommer erwarten Meghan und Harry eine Tochter.

© dpa-infocom, dpa:210518-99-646788/2

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