Oper Abramovic: Callas-Projekt war das längste in meinem Leben

Sie ist eine der bekanntesten Performance-Künstlerinnen weltweit: Jetzt inszeniert Marina Abramovic in Berlin eine Oper über Maria Callas.
06.04.2022, 16:04
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Die Performance-Künstlerin Marina Abramovic verbindet seit ihrer Kindheit ein inniges Verhältnis zur Sängerin Maria Callas (1923-1977).

„Es ist vermutlich das längste Projekt meines Lebens“, sagte die 75-Jährige am Mittwoch in Berlin vor der Premiere ihres Opernprojekts „7 Deaths of Maria Callas“ an der Deutschen Oper an diesem Freitag (8.4.). „Es hat 30 Jahre gedauert, das Konzept zu verstehen und zu erarbeiten“, sagte Abramovic. In dieser Zeit sei sie besessen gewesen von Callas.

Die Stimme der Sängerin begegnete ihr das erste Mal im Alter von 14 Jahren in ihrer Heimatstadt Belgrad. Ihre Großmutter habe im Küchenradio alles gehört von Nachrichten über Folk bis Klassik. „Dann kam diese Stimme aus dem Radio“, berichtete Abramovic. „Ich weiß nicht warum, aber ich stand mitten in der Küche und fing an zu weinen. Es war so ein emotionaler Moment, das hat mein Herz ganz tief berührt.“

Ihr Opernprojekt, vor zwei Jahren in den ersten Corona-Monaten von der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt, ist eine Collage aus Musik, Film und Performance. Abramovic lässt - in den Filmpartien begleitet von US-Schauspieler Willem Dafoe - die Callas auf sieben verschiedene Weisen sterben. Sopranistinnen singen dazu berühmte Callas-Arien. Auf der Bühne wird Abramovic schließlich einen achten Tod sterben.

Abramovic trug in Berlin einen Anstecker mit den ukrainischen Farben. Die Künstlerin beschreibt sich als sehr engagiert in der Unterstützung der Ukraine. Es gebe verschiedene Möglichkeiten dafür. „Ich glaube, jeder von uns muss sich selbst fragen: was kann ich genau jetzt in dieser Situation tun.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+