Ambitionierter Grenzgänger

Die Ermittler sprechen Deutsch und Polnisch, die Suche nach den Tätern findet Grenzüberschreitend statt und Frau Kommissarin muss sich an ein neues Motorrad gewöhnen. Im Polizeiruf 110, der am Sonntag, 20.
20.12.2015, 00:00
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Ambitionierter Grenzgänger
Von Uwe Dammann

Die Ermittler sprechen Deutsch und Polnisch, die Suche nach den Tätern findet Grenzüberschreitend statt und Frau Kommissarin muss sich an ein neues Motorrad gewöhnen. Im Polizeiruf 110, der am Sonntag, 20.15 Uhr im Ersten zu sehen ist, geht es um „Grenzgänger“. Kommissarin Olga Lenski (Maria Simon) hat außerdem mit dem Deutsch-Polen Adam Raczek (Lukas Gregorowicz) einen neuen Partner. Schließlich ist Dorfpolizist Horst Krause nun endgültig in Rente geschickt worden, und der Neue an der Seite von Olga Lenski hat außer dem Motorrad nichts gemein mit dem Vorgänger. Das macht auch nichts. Obgleich auch dieser Polizeiruf, wie einst mit Horst Krause, eher betulich daherkommt. Die Schauspieler wie Olga Lenski als Kommissarin, Manfred Zapatka als Anwalt, Christoph Luser als dessen Sohn sowie der neue Kommissar Lucas Gregorowicz machen ihre Sache zwar gut, aber die Story ist arg komplex, verschachtelt und wird eher langweilig erzählt.

Konkret geht es um den gewaltsamen Tod des polnischen Studenten Tomasz, der an der Uni über den Tschetschenien-Krieg recherchierte und ein talentierter Amateur-Boxer war. Die Story, die Regisseur und Co-Autor Jakob Ziemnicki entwickelt hat, deckt Familiendramen auf, schildert das frustrierende Schicksal tschetschenischer Asylbewerber und führt gleichzeitig eine zweisprachige Polizeitruppe ein, die in einem interessanten Umwelt ermittelt. Das ist zwar alles sehr ambitioniert, aber nicht packend. Uwe Dammann

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