Angriff auf Ukraine Deutsche Unesco-Kommission fordert Regeländerungen

Die Deutsche Unesco-Kommission reagiert auf den Angriff Russlands auf die Ukraine und fordert neue Regeln für die UN-Organisation.
24.06.2022, 17:47
Lesedauer: 1 Min
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Deutsche Unesco-Kommission fordert Regeländerungen
Von Simon Wilke

Die Deutsche Unesco-Kommission fordert neue Regeln für die kulturelle Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedsstaaten. In einer am Freitag verabschiedeten Resolution kritisiert sie vor allem, dass es derzeit keine Möglichkeit gebe, Staaten ihr Stimmrecht in Unesco-Gremien zu entziehen, wenn sie für schwerwiegende Völkerrechtsverstöße oder gravierende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind. "Dies muss sich ändern", heißt es in einer Mitteilung. Mit der Resolution mit dem Titel „Multilaterale kulturelle Zusammenarbeit für das 21. Jahrhundert“ wird die Unesco angehalten, sich angesichts des russischen Kriegs gegen die Ukraine der "Instrumentalisierung von Kultur, Erbe und Geschichte für nationalistische Zwecke" entgegenzustellen.

Darüber hinaus fordert die Kommission, dass Übereinkommen und Programme der Unesco derart weiterentwickelt werden müssten, dass durch eine Eintragung kultureller Güter und Ausdrucksformen – wie beispielsweise auf der Welterbeliste – zwischenstaatliche Konflikte nicht befeuert würden. Zudem seien Einrichtungen wie die internationale Schulbuchkommission ein geeignetes Mittel, "einer überstaatlichen Geschichtsschreibung den Weg zu ebnen". Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bisher mehr als 150 Kulturstätten in der Ukraine durch den Krieg ganz oder teilweise zerstört worden. Die Unesco ist eine Organisation der Vereinten Nationen. Zu ihren Aufgaben gehört die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Völkern in Sachen Kultur.

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