Schaubühne: Kein Aufruf zur Gewalt

Aufregung um Anti-AfD-Stück

Berlin. Die Schaubühne wehrt sich gegen Vorwürfe, ihre Anti-AfD- und Anti-Rechtspopulismus-Collage „Fear“ rufe zu Gewalt auf. „In einigen Medien wird das Stück in Zusammenhang gebracht mit zwei Auto-Brandanschlägen gegen die AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch und Hedwig Freifrau von Beverfoerde“, hieß es.
10.11.2015, 00:00
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Die Schaubühne wehrt sich gegen Vorwürfe, ihre Anti-AfD- und Anti-Rechtspopulismus-Collage „Fear“ rufe zu Gewalt auf. „In einigen Medien wird das Stück in Zusammenhang gebracht mit zwei Auto-Brandanschlägen gegen die AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch und Hedwig Freifrau von Beverfoerde“, hieß es. „Hierzu möchten wir feststellen: Es wird im Stück an keiner Stelle zu Gewalt gegen Sachen oder Personen aufgerufen.“ Das Theater und Autor Falk Richter verurteilten die Anschläge. Der Zusammenhang zwischen den Straftaten und der Inszenierung werde „konstruiert, um die Schaubühne als Theater und Falk Richter als Autor und Regisseur zu verleumden“, teilte das Theater mit. Das Stück, das am 25. Oktober Premiere hatte, werde wie geplant im Januar erneut auf dem Spielplan stehen. Am Dienstag vergangener Woche war es zu einem Eklat gekommen, nachdem der Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), Christian Lüth, in einer Aufführung gefilmt hatte und ein Schauspieler ihm mit Rauswurf drohte. Die Schaubühne berichtet derweil von vielen Zuschriften, Anrufen und sogar Morddrohungen. Dabei gebe die Mehrheit der Absender zu, die Aufführung gar nicht gesehen zu haben.

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